Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
Diskutiere Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS im Physiotherapie - Therapiemethoden Forum im Bereich Physiotherapie; Hallo, ich bin neu auf dieser Seite und hoffe, dass mir hier einer helfen kann. Zuerst muss ich sagen, dass ich eine stark verformte Wirbelsäule
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11.12.2010, 02:26
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#341
Hallo zusammen,
ich bin heute total schlecht drauf, habe vorhin sehr viel geweint. Dabei fing der Tag eigentlich ganz schön an.
Auf der Arbeit hatte ich heute Vormittag sehr viel Spaß. Mein Kollege hat einen Satz zu mir gesagt und ich habe ein Wort nicht richtig verstanden, dadurch ergab der ganze Satz einen völlig anderen Sinn. Er hat erst gar nicht verstanden, weshalb ich so „zögerlich“ darauf reagiert habe, bis ich ihm erzählt habe, was ich genau verstanden habe. Danach war das Gelächter groß und ich habe mich eine ganze Zeitlang vor Lachen nicht mehr eingekriegt (bis mir sogar die Tränen liefen).
Danach habe ich mich kurz mit ein paar Kolleginnen unterhalten. Dabei lösten sie (völlig unabsichtlich natürlich) bei mir die ersten kleinen Depressionen aus (sie können ja schließlich nichts dafür, wenn mein „Kopfkino“ bei harmlosen Sätzen Überstunden macht).
Weil ich wusste, dass mein Kollege heute Mittag das Zentral-Telefon übernimmt, habe ich meine „Schwimm-Tasche“ heute morgen nicht mit zur Arbeit genommen (was ich sonst immer mache, wenn ich danach direkt zum Institut fahre). Ich hatte heute ja keinen festen Termin (leider, sonst wäre der Nachmittag anders gelaufen!!), deshalb fuhr ich nach der Arbeit direkt nach Hause. Stellenweise war es immer noch mächtig glatt und ich musste aufpassen, dass ich nicht ins Rutschen kam. Wenn ich sonst Freitags meine Termine habe, dann eigentlich immer gegen 16 Uhr. Es wird wirklich Zeit, dass ich wieder geregelte KG-Termine dort bekomme. Ich habe schon gehört, dass dort jemand neues eingestellt worden ist, aber noch ist er oder sie nicht im Dienst.
Als ich dann zu Hause war, war es mir mächtig kalt und ich habe die Heizung hochgedreht und mich in die Wolldecke eingekuschelt. Als es dann 16 Uhr war habe ich gedacht, ich kann mir ruhig Zeit lassen, ob ich jetzt Schwimmen gehe oder in einer Stunde, das ist ja völlig egal. Zwischendurch ging ich dann an den Computer und habe mir mit meinen E-Mail-Freundinnen geschrieben. Dann wurde es 17 Uhr und ich habe immer noch keine Lust gehabt. Da ich ja am Mittwoch ebenfalls erst um 18 Uhr Schwimmen gegangen bin, habe ich gedacht, ach komm, noch eine Stunde Ausruhen und dann mache ich mich auf den Weg...
Wie könnte es anders sein, um 18 Uhr hatte ich natürlich erst Recht keine Lust mehr. Und dann gingen die blöden Gedanken los. Ich habe gedacht, ob ich hingehe und alleine Schwimme oder nicht (es war ja keine Gruppe, so wie Montags, sondern „freies Schwimmen“), wen interessierts (ob ein Kunde mehr oder weniger dort ist, das fällt doch gar nicht auf)??? Klar, ich mache es nicht für andere, sondern eigentlich nur für mich und es hilft mir ja auch wirklich (die Schmerzen sind in der letzten Zeit deutlich weniger geworden, spürbar, aber wesentlich weniger als zuvor). Und wenn ich es einmal ausfallen lasse, dann ist es noch lange kein Beinbruch.
Dann fielen mir meine früheren Sportgruppen ein, in denen ich im Laufe der Jahre war (mehrere Gymnastik-Gruppen). Auch dort hatte ich dann „mal“ keine Lust, aus dem „mal“ wurden Wochen und schließlich habe ich es dann überall aufgegeben. Dann gingen langsam aber sicher die richtigen Depressionen los. Ich habe Angst, dass es wieder so läuft, das darf mir so nicht mehr passieren. Dann habe ich gedacht, falls es „doch“ passiert, dann bekomme ich wieder stärkere Schmerzen. Und dann kam ein ganz blöder Gedanke „Egal, das habe ich viele Jahre lang ausgehalten, das würde ich auch noch weiterhin aushalten“. Ich weiß, dass ich solche Gedankengänge eigentlich gar nicht haben dürfte.
Zu der Zeit rief dann auch noch meine Mutter an. Als sie hörte, dass ich heute gar nicht zum Institut gegangen bin, meine sie tatsächlich zu mir, Gott sei Dank, du machst in der letzten Zeit eh viel zu viel (3 Mal die Woche Schwimmen ist zu viel???), mache mal ein bisschen weniger Sport und gönne dir mal etwas mehr Ruhe...
Danach habe ich dann gedacht, wenn ich jetzt, nach rund 4 Wochen regelmäßigem Taining schon solche Probleme bekomme, wie sieht es dann nach ein paar Monaten oder gar einem Jahr aus?? In dem Moment war es bei mir aus und ich bin völlig in Tränen ausgebrochen. Ich habe über eine halbe Stunde gebraucht, bis ich mich wieder etwas beruhigt habe. In dem Moment habe ich dann gedacht, dass ich jetzt verdammt viel Kraft brauche, um es weiterhin regelmäßig durchzuführen (und um es bloß nicht „an den Nägel zu hängen“, ich weiß, das wäre der größte Fehler, den ich jetzt begehen könnte, gerade jetzt, wo sich die ersten kleinen Teilerfolge einstellen). Im Moment fällt mir dieser Gedanke, es auf Dauer durchführen zu müssen, mal wieder verdammt schwer (egal, wie viel Spaß es zum Teil macht, es ist halt ein gewisser "Zwang" dahinter)!!
Darüber haben wir gestern auch in der Gruppe gesprochen. Eine Frau meinte, dass man niemals auf andere Menschen hören dürfte, sondern immer nur auf seinen eigenen Kopf. Da habe ich ihr aber von meiner „Geschichte“ erzählt, dass ich über viele, viele Jahre viel zu ängstlich war, um überhaupt an eine Therapie oder gar einen Arztbesuch zu denken. Wenn andere Menschen nicht ein bisschen „Druck“ ausgeübt hätten oder mich in die richtige Richtung „gelenkt“ hätten, dann würde ich heute noch mit sehr heftigen Dauerschmerzen leben. Daraufhin meinte sie zu mir, dass man immer zuerst an sich denken müsste, wenn man das nicht könnte, dann hätte man zu wenig Selbstbewusstsein. Ich weiß selber, dass ich davon viel zu wenig habe. Das war immer schon so. Ich habe früher immer gedacht, wenn ich etwas Älter werde, dann würde ich automatisch etwas Selbstsicherer werden, das ist aber leider ganz und gar nicht der Fall, leider!!
Als mein Freund dann heute Abend von der Arbeit kam, hat er mir natürlich sofort angesehen, was mit mir los war. Er hat mich dann gefragt, ob ich wenigstens Fahrrad gefahren wäre oder Bodengymnastik gemacht hätte. Nein, ich konnte mich heute wirklich zu gar nichts Aufraffen, heute war wirklich ein absolut blöder Tag. Als er dann meinte, ich solle bloß aufpassen, dass meine Schmerzen nicht wieder schlimmer werden und ich sagte „Egal, ich werde es schon irgendwie aushalten“, da meinte er direkt zu mir, dass ich das Training dann wenigstens ihm zuliebe weiter durchhalten soll. Wenn er mit mir was unternehmen möchte und ich wegen der Schmerzen nicht mithalten kann, dann würde es schließlich uns beide betreffen und sei nicht mehr nur „meine eigene Sache“.
Ja, ich weiß, er hat ja recht. Ich hoffe jetzt, dass in dem Institut die KG so schnell wie möglich weiter läuft, damit ich wieder meine regelmäßigen Termine bekomme. Selbst um die nächste Woche habe ich mich bis jetzt noch nicht vernünftig gekümmert (das wollte ich eigentlich auch heute machen, jetzt zu spät...). Weil ich ja am Mittwoch nicht ins Institut komme (an dem Tag haben wir ja Eintrittskarten für den Magier Hans Klock), wollte ich die Mittwochs-Massage (die Rückenmassage in der Mitte der Woche wollte ich eigentlich beibehalten, das tut mir immer sehr gut), auf den Donnerstag verschieben. Allerdings habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft, mich um einen neuen Termin zu kümmern. Naja, dann werde ich in diesem Fall wohl eine Woche bis zum nächsten Samstag warten müssen. Und ab Januar wird sich dann hoffentlich wieder alles „einpendeln“, dann werde ich mich direkt wieder für mehrere Wochen vortragen lassen (sonst kriege ich den Rhythmus nicht „gebacken“ und anders bringt es wirklich nichts...!!!).
Aus meinem derzeitigen „Tief“ muss ich unbedingt so schnell wie möglich wieder raus!!! Ich muss es schaffen, egal wie!!!
Jane
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12.12.2010, 00:54
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#342
Hallo zusammen,
heute geht es mir seelisch wieder deutlich besser, obwohl als „stabil“ würde ich es absolut nicht bezeichnen. Körperlich geht es mir im großen und ganzen gut, natürlich mal wieder bis auf die blauen Flecke (ich war ja heute zur Massage). Ja, auch wenn ich gestern am liebsten alles „an den Nagel gehängt hätte“, ich weiß selber, dass ich es mir mit meinem Körper absolut nicht erlauben kann und die festen Termine nehme ich selbstverständlich weiterhin wahr!!
Die Massage stand heute unter keinem „guten Stern“, wahrscheinlich auch, weil ich in der letzten Zeit mächtig angespannt bin und auch bei der Massage große Mühe habe, um mal ein bisschen locker zu lassen. Ich meine, geholfen hat sie mir bis jetzt immer (auch heute wieder und ich mache auf jeden Fall damit weiter), aber im Moment beschäftigen mich so viele Sachen sehr intensiv, so dass ich kaum noch zur Ruhe komme und auch nicht mehr vernünftig „abschalten“ kann.
In der letzten Zeit sind durch verschiedene Situationen viele Erinnerungen und Sachen, die mich sehr stark bewegt haben, wieder in mir wach geworden, die ich jetzt nicht mehr so einfach loswerden kann. Durch die Reha, durch die Gespräche, die ich dort mit der Psychologin geführt habe, durch die Selbsthilfegruppe und auch, als ich gestern die Depressionen hatte. Ich werde am Montag übrigens auf jeden Fall zur Wassergymnastik gehen und nicht zur Weihnachtsfeier auf der Arbeit. Dort bzw. denen ist es eh egal, ob ich dabei bin oder nicht, im Gegensatz zu den Leuten in meinem Institut, dort werde ich wirklich akzeptiert und dort gehen auch alle (auch alle in meiner Gruppe) auf mich ein (ich natürlich auch auf sie), das ist dort ein völlig anderes Gefühl der „Zugehörigkeit“, als es im Büro der Fall ist. Ich habe ja schon mehrmals „angedeutet“, dass es Situationen im Büro gab, mit denen ich Probleme hatte. Deswegen habe ich wirklich eine ganze Zeit lang darüber nachgedacht, ob ich zur Weihnachtsfeier gehen soll oder nicht, aber es bringt nichts. Eine Situation, die ich jetzt schon so einigen erzählt habe, die werde ich euch jetzt mal kurz schildern, vielleicht versteht ihr mich dann, weshalb ich mich dort so ausgeschlossen fühle:
Vor ein paar Monaten hatte eine Kollegin Geburtstag. Ich kümmere mich ja mit meinem Kollegen zusammen im Wechsel um die Telefonzentrale, so auch an diesem Tag. Ich konnte „plötzlich“ keinen einzigen Kollegen mehr erreichen (über eine Stunde lang) und musste notgedrungen alle Anrufer „vertrösten“. Mit der Zeit fielen mir keine „Ausreden“ mehr ein. Irgendwann war ich das ständige „Lügen“ am Telefon leid und habe mich auf die Suche nach meinen Kollegen gemacht. Alle Türen waren abgeschlossen und ich musste eine Zeitlang suchen, bis ich sie endlich gefunden habe.
Alle saßen die ganze Zeit über bei meiner Kollegin, die Geburtstag hatte, zusammen und haben locker und fröhlich gefeiert. Ich kann euch gar nicht beschreiben, was für einen „Stich“ ich in diesem Moment gefühlt habe. Bis dahin gehörte ich wenigstens „dazu“ und wurde zumindest „anstandshalber“ gefragt, aber selbst damit war jetzt anscheinend „Schluss“. Die Anderen wirkten sehr überrascht, als sie mich sahen und meinten später nur, sie hätten mich halt einfach „vergessen“. Aber ihr Telefon auf mich umzustellen, daran hat „seltsamerweise“ jeder gedacht und es nicht vergessen. Nur ein Kollege, mein „guter Kollege“, hat sich dafür entschuldigt, dass ich völlig übersehen worden bin. Seit diesem Moment fühle ich mich dort als totaler Außenseiter und finde auch nicht mehr so richtig Anschluss an die Anderen. Selbst wenn ich immer sehr still bin und sie mich deswegen nicht dabei haben wollen (und mich deswegen auch nicht dazu eingeladen haben), sie hätten trotzdem wenigstens kurz Bescheid sagen können, damit ich (alleine schon für die Telefonzentrale) weiß, was überhaupt los ist. Dieses völlige Übersehen und Ignorieren, das habe ich bis heute nicht vergessen und ich weiß jetzt, wo ich in dieser Abteilung „stehe“.
Ich habe dann zwar in den Sommermonaten versucht, diese Gedanken zu verdrängen und habe u. a. am Betriebsausflug und an dem Geburtstag meines Chefs teilgenommen, aber letztendlich bringt mir das alles nichts, ich gehöre einfach nicht „dazu“, nicht zur Gemeinschaft, dafür bin ich viel zu still. Wie ich letztens schon geschrieben habe, ich werde weiterhin dorthin gehen um zu Arbeiten, aber nicht mehr und nicht weniger. Und deswegen werde ich auch nicht zur Weihnachtsfeier gehen, sondern lieber zur Wassergymnastik, denn dort werde ich wirklich akzeptiert.
Ja, das ist einer von vielen Gedanken, die mich in der letzten Zeit sehr stark beschäftigt haben. Als ich heute Morgen aufgestanden bin, hatte ich direkt in der rechten Wade einen ganz heftigen Krampf (seit der Wassergymnastik am Montag hatte ich keine Krämpfe mehr in den Beinen gehabt, die Therapie an sich schlägt zum Glück langsam aber sicher etwas an). In diesem Moment habe ich mich sofort mächtig geärgert, dass ich gestern nicht zum Schwimmen gegangen bin (oder anderes gemacht habe). Wenn ich gestern eine Stunde Schwimmen gewesen wäre, dann wäre die Muskulatur vielleicht etwas stabiler gewesen und der Krampf wäre nicht passiert.
Meinem Masseur habe ich dann gar nichts davon gesagt, wozu auch, er geht ja eh immer „Schritt für Schritt“ vor und deshalb war es mir von Anfang an klar, dass er diese Stelle eh finden würde (was natürlich auch der Fall war). Das tat dann auch unwahrscheinlich weh, wobei ich sagen muss, dass ich heute am ganzen Körper erhebliche Probleme hatte. Ich habe heute mal wieder sehr häufig Stopp gesagt. Zum Teil habe ich versucht, mich so lange wie möglich zusammen zu reißen, aber letztendlich habe ich es an so gut wie jeder Stelle aufgegeben. Ich konnte den Schmerz heute an keiner Stelle lange aushalten. Als er an der rechten Wade war, da habe ich nur gedacht, du MUSST es aushalten, damit die Schmerzen endlich weniger werden. Ich habe mich dann völlig verkrampft und verspannt, so dass ich schließlich im rechten Fuß einen Krampf bekam. Erst einen leichten, der dann aber ganz schnell verdammt heftig wurde, so dass ich zu meinem Masseur gesagt habe, dass er sofort dort aufhören soll, bevor ich den Krampf nicht mehr aushalten kann. Er hat dann sofort zielsicher am Fuß zugepackt und dieser Schmerz war unbeschreiblich. Also, geholfen hat es super gut, sowohl an der Wade (dort spüre ich im Moment gar nichts), als auch am Fuß, der Krampf ging direkt wieder weg (viel schneller, als wenn ich so wie sonst einfach abwarte, bis endlich wieder eine Entspannung eintritt). Aber dieser „Gegendruck“ am Fuß bei dem Krampf, das war der Wahnsinn, dieser Schmerz war die absolute Krönung. Warum kann man Schmerzen eigentlich immer nur mit Gegenschmerzen behandeln?? In diesem Moment musste ich mich mächtig zusammen reißen, wenn ich auch nur etwas locker gelassen hätte, dann hätte ich in diesem Moment wahrscheinlich wirklich das ganze Haus zusammen geschrien. Aber mein Masseur kennt zum Glück immer die richtigen Griffe, bis jetzt hat er mir immer sehr gut geholfen (auch wenn es für mich zum Teil verdammt hart ist).
Aber auch sonst hatte ich heute erhebliche Probleme bzw. Schmerzen dabei. Der ganze Oberschenkel war eine einzige Schmerz-Zone und er konnte mich nirgends berühren, ohne dass ich zusammen gezuckt wäre oder aufgeschrien hätte (das linke Bein ganz am Anfang war übrigens nicht anders). Ich hatte auch kurzzeitig überlegt, die Massage an den Beinen „an den Nagel zu hängen“, aber ich habe echt große Angst davor, dass es dann mit den Krämpfen wieder schlimmer wird. Eine Zeitlang hatte ich sie jede Nacht und auch jeden Tag, ganz abgesehen davon bei sämtlichen KG-Übungen, bei denen die Beine „ins Spiel kommen“ und so schlimm ist es jetzt bei Weitem nicht mehr. Deswegen MUSS ich es weiterhin aushalten, egal wie schwer es mir zum Teil fällt, Hauptsache es hilft!!!
Am Rücken war es heute nicht viel weniger, an einigen Stellen musste ich mich regelrecht zwingen, ruhig liegen zu bleiben. Am linken Schulterblatt, an der rechten Schulter war es nach langer Zeit mal wieder super heftig (schmerzhaft) und ich hätte am liebsten weggezogen (was dort im Liegen ja zum Glück nicht möglich ist), im unteren Rückenbereich und an den Rippen (dort habe ich schließlich auch Stopp gesagt, ich konnte es nicht aushalten).
Dann kam die Bein-Vorderseite. Das rechte Bein war schon super schmerzhaft und ich war nur noch am Schreien und konnte kaum noch stillhalten. Auf dem Oberschenkel (wo ich den Knubbel) habe, hat sich auch schon ein blauer Fleck gebildet, den ich zur Zeit mächtig spüre. Als er dann sagte, dass jetzt das linke Bein dran kommt, da bekam ich schon etwas Panik. Als er am Unterschenkel war, konnte ich es kaum noch aushalten, mein Knie „zuckt“ dabei auch jedes Mal ein paar Zentimeter hoch. Ich kann mich noch so anstrengen, gegen diese Reaktion komme ich nicht im geringsten an. Er hat mich dann schließlich sehr gut unterstützt und hat mit einer Hand den Knöchel etwas festgehalten, so dass er mit der anderen Hand weiter massieren konnte (also leicht hat er es im Moment ganz bestimmt nicht mit mir, das ist mir zwar immer wieder peinlich, aber ich komme nicht dagegen an).
Als er dann an den Oberschenkel ging war es bei mir völlig aus. Ich war vor lauter Angst vollkommen verspannt und verkrampft und konnte keine Sekunde mehr locker lassen. Er hat zwar noch etwas versucht, mich wieder etwas lockerer zu bekommen, hatte aber nicht die geringste Chance. Da mein „Adrenalin-Spiegel“ nach dieser Massage wahrscheinlich super hoch war, ist er dann die letzten Minuten zu einer „normalen“ und angenehmen Massage übergegangen, damit ich mich wieder etwas beruhigen konnte.
Jane
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13.12.2010, 01:05
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#343
Hallo zusammen,
heute war ein sehr schöner Tag. Nachdem wir ausgeschlafen haben sind wir in die Stadt gefahren. Dort fand an diesem Wochenende ein „Mittelalterlicher Markt“ statt. Es war das erste Mal für uns, das wir an einer solchen Veranstaltung teilgenommen haben, einfach ein „Experiment“, auf das wir aber neugierig waren.
Der Markt war wirklich total super und man kann ihn selbstverständlich in keinster Weise mit einem herkömmlichen Weihnachtsmarkt vergleichen. Die Leute dort waren alle total super nett und freundlich, wir sind mit mehreren sofort ins Gespräch gekommen und hatten sehr viel Spaß. Ich fand die Stände auch sehr gut, es war halt alles reine Handarbeit, was dort angeboten wurde, also alles Einzelstücke. Wir sind zwei Mal in aller Ruhe von Stand zu Stand gebummelt. Bei der zweiten Runde sind uns noch Sachen aufgefallen, die wir beim ersten Mal nicht so richtig registriert haben.
An einem Stand gab es Schnaps namens „Pech“, davon hatte ich noch nie etwas gehört (mit so etwas kenne ich mich eh nicht im geringsten aus). Passend dazu gab es T-Shirts mit dem Text „Das Pech verfolgt mich“. Ich war drauf und dran mir dieses T-Shirt zu kaufen (aus Scherz natürlich, aber bei meiner derzeitigen „Glücks-Strähne“ passt es halt...), aber mein Freund war strikt dagegen und hat es mir schließlich auch ausgeredet. Ich solle damit nicht noch weiteres Pech „anlocken“, langsam aber sicher würde es wirklich reichen!!
Stattdessen wurde ich dann an einem Schmuckstand ein bisschen Geld los. Dort gab es sehr schöne Ketten aus Süßwassersteinen in den verschiedensten Farben, alles handgefertigte Einzelstücke. Nach dem Motto „Wer die Wahl hat, hat die Qual“ habe ich mir schließlich 3 Ketten gekauft. Ich liebe es, wenn ich im Sommer Blusen anhabe und darunter eine schöne Kette trage. Das stärkt mein Selbstbewusstsein zumindest ein bisschen.
Apropo Selbstbewusstsein, gestern habe ich völlig spontan etwas gemacht, womit ich selber nicht gerechnet habe (in diesem Moment war ich über meine eigene Reaktion mächtig überrascht, manchmal, zum Glück nur sehr selten, ist mein Mund schneller als ich Denken kann, aber so kennen mich wirklich nur die wenigsten Menschen!!).
Nachdem ich gestern von der Massage kam, habe ich mich noch etwas mit der Dame am Empfang unterhalten. Sie hatte sich danach erkundigt, wie meine Selbsthilfegruppe gelaufen ist und wir kamen noch gut ins Gespräch. Unter anderem haben wir „vereinbart“, dass wir beide nächstes Jahr endlich zusammen Nordic Walking machen wollen. Sie war ja die Erste, die mich auf diese Idee gebracht hatte. Sie wohnt nicht allzu weit von mir entfernt und die Parks, in denen sie läuft, liegen auch in meiner Umgebung. Und ob ich mich alleine dazu durchringen kann, ist schließlich immer noch „Frage Zwei“. Und außerdem, zusammen macht es sicherlich viel mehr Spaß.
Zu der Zeit kam ein weiterer Kunde vorbei, der auf die Sonnenbank gegangen ist. In dem Moment wurde ich mal wieder etwas neidisch. Ich würde wirklich zu gerne mal darauf gehen, insbesondere bevor sich bei mir (so wie jedes Jahr) die totale Winterblässe einstellt. Wenigstens mal ein kleines bisschen Farbe ins Gesicht zu bekommen (auch um mal mein Selbstbewusstsein zu stärken). Die Dame meinte zwar auch zu mir, das wäre doch gar kein Problem, jeder dort könnte und würde mir auf jeden Fall mit der Bank helfen, aber das ist mir wirklich viel zu peinlich, das will ich (irgendwann) mal alleine schaffen.
Dann kam zufällig ihr Freund kurz vorbei. Dass er Fahrlehrer ist, das wusste ich bereits, davon hatte sie mir erzählt. Als dann das Telefon ging und sie natürlich daran gehen musste, kam ich mit ihm ins Gespräch. Und dann „rutschte“ mir plötzlich die Frage raus, ob ich bei ihm auch Fahrstunden nehmen könnte. Was ich ihn da genau gefragt habe, das wurde mir selber erst danach so richtig bewusst. Im ersten Moment war es mir dann total peinlich, schließlich habe ich meinen Führerschein schon seit 1989 und dann zuzugeben, dass man Probleme damit hat, das hatte ich so gar nicht eingeplant. Mir haben im Laufe der Zeit schon so einige empfohlen, einfach mal wieder ein paar Fahrstunden zu nehmen, um mal wieder richtig reinzukommen (in diesem Jahr bin ich z. B. 8 Monate am Stück nicht gefahren, da fehlt einem halt die „Praxis“), aber bisher habe ich dazu nie den Mut gefunden. Ich habe mich halt immer von meinem Freund fahren lassen oder bin mit „Bahn und Bus“ gefahren. Dass man meistens per Auto schneller und flexibler ist, das ist mir schon klar, aber im Laufe der Jahre wurde meine Angst vor dem Fahren immer größer. Wenn ich jetzt schon die Angst vor meiner Behandlung weitestgehend „besiegt“ habe (nicht vollständig, aber größtenteils), dann nehme ich halt als nächstes die Angst vor dem Autofahren in Angriff.
Der Freund der Dame ist dann auch sofort total super nett auf mich eingegangen und wir haben uns noch etwas darüber unterhalten, wo meine „Schwachstellen“ sind usw. Ich werde damit jedoch erst im nächsten Frühjahr/Sommer beginnen, bei diesem Wetter traue ich es mich wirklich noch nicht zu. Ich will wenigstens warten, bis die Glatteis-Zeit vorbei ist. Als ich meinem Freund danach von diesem Gespräch, von diesem Vorhaben erzählt habe, war er zuerst überrascht und hat sich dann sehr darüber gefreut. Es gab im Laufe der Jahre schon mehr als genug Situationen, in denen ich durchaus hätte alleine Fahren können, es mir aber nicht zugetraut hätte und er mich deswegen „auf Abruf“ gefahren hat. Vielleicht werde ich ja dadurch im nächsten Jahr mal etwas Selbstständiger, Unabhängiger und Selbstbewusster.
Übrigens, unser heutiger Spaziergang hat mir mal wieder deutlich gezeigt, dass die Therapie an sich anschlägt. Wir sind insgesamt über 3 Stunden gelaufen und ich hatte so gut wie keine Schmerzen (das war letztes Jahr um diese Zeit, also auf den Weihnachtsmärkten so noch gar nicht möglich!!). Nach etwa 2 ½ Stunden habe ich das erste Ziehen im Rücken gespürt, was aber dennoch absolut auszuhalten war. Als wir nach 3 Stunden dann wieder im Auto saßen, musste ich zunächst meine „Knochen sortieren“. In den ersten Minuten tat es etwas weh, als ich nach so langer Zeit meinen Rücken wieder nach hinten durchgedrückt habe (im Laufen drücke ich ihn ja grundsätzlich nach vorne, anders kann ich gar nicht Laufen). Aber seitdem bis jetzt bin ich wieder so gut wie schmerzfrei, zumindest bis auf den Knubbel bzw. den blauen Fleck auf dem rechten Oberschenkel. Langsam gebe ich auch die Hoffnung auf, dass ich diese Knubbels (ich habe ja einige davon, verteilt über beide Beine) mal weg bekomme, eine Linderung o. k., aber weg, daran glaube ich nicht mehr. Die Linderung werde ich hoffentlich auf Dauer mit KG und Massagen erzielen, aber keine Schmerzfreiheit. Ich werde damit wohl genauso leben müssen wie mit den Rückenschmerzen, hängt halt alles irgendwie zusammen... Aber morgen Abend gehe ich ja erst mal wieder zur Wassergymnastik und zum Schwimmen.
Jane
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14.12.2010, 01:15
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#344
Hallo zusammen,
heute Abend war ich zur Wassergymnastik und es war wieder super schön. Von der Arbeit aus hatten wir heute ja eigentlich das Weihnachtsfest und ehrlich gesagt, ich war den ganzen Tag über mächtig unsicher, ob ich wirklich das Richtige mache. Deswegen hatte ich heute Mittag auch etwas Angst davor, dass ich meine Entscheidung bereuen würde und heute Abend mal wieder Depressionen kriege würde. Das war aber zum Glück wirklich nicht so. Ganz im Gegenteil, so schön bzw. so viel Spaß, wie ich mit den Anderen bei der Wassergymnastik hatte, so schön wäre der Abend für mich mit den Kolleginnen bestimmt nicht geworden.
Bei der Wassergymnastik haben wir uns heute etwa eine viertel Stunde vor Beginn im Wasser getroffen und sind auch nach dem Training noch etwa eine viertel Stunde zusammen dort geblieben (anschließend habe ich noch etwa eine Stunde alleine trainiert, also halbe Stunde Schwimmen und etwa halbe Stunde Stange, kleine und große Nudeln). Ich sage mal so, so locker, wie ich mit denen Rede und jedes Mal gut ins Gespräch komme, so wäre der Abend für mich sonst ganz bestimmt nicht gelaufen. Wenn ich mit meiner Abteilung zusammen bin, dann fühle ich mich eh meistens wie das „fünfte Rad am Wagen“ und gucke nur ständig auf die Uhr. Bei der Wassergymnastik gucke ich zwar auch hin und wieder dorthin, aber dort ist es das Gegenteil, weil ich mich jedes Mal wundere, wie schnell die Zeit dabei umgeht.
Ich bin auch schon oft gefragt worden, ob mir die 45 Minuten Massage nicht ewig lange vorkommen. Ganz im Gegenteil, so viele „Baustellen“ (das Wort kommt von einer Physiotherapeutin), wie ich habe, da sind diese 45 Minuten eigentlich noch zu kurz, aber länger halte ich es wirklich nicht aus. Ich schätze mal, wenn mein Masseur sich wirklich für jede Stelle in aller Ruhe Zeit lassen würde, dann wäre er locker eine Stunde oder länger mit mir beschäftigt. Aber irgendwo ist dann auch meine Schmerz-Grenze erreicht. Gerade wenn er mit den Beinen beschäftigt ist, an denen ich eine harte und verspannte Stelle nach der anderen habe, muss er häufig auf die Uhr gucken, damit auch insbesondere der Rückenbereich nicht zu kurz kommt. Und auch dort sind mehr als genug „Baustellen“, so dass für die Beinvorderseite meistens nur noch relativ wenig Zeit übrig bleibt. Aber bei meiner extremen Schmerzempfindlichkeit, gerade in diesem Bereich, ist mir das meistens sogar recht. Obwohl vorhin im Wasser habe ich darüber auch mal wieder anders gedacht.
Zuerst hatte ich beim Training einen kleinen Krampf und anschließend beim Schwimmen (also als ich alleine war) nochmals einen etwas kräftigeren. In diesem Moment habe ich dann nur gedacht, hätte ich am Samstag an dieser Stelle doch bloß noch etwas länger ausgehalten. Aber ich habe es wirklich nicht geschafft. Beim Lauftraining sollten wir den Fuß jeweils zum Po hochziehen. Diese Übung haben wir auch in der Reha nach dem Aquajogging gemacht, allerdings im Stehen an der Stange und auch jetzt noch nach meinem regelmäßigen Training mache ich diese Übung jedes Mal. Ich habe noch nie Probleme dabei gehabt. Aber vorhin beim Laufen bekam ich im linken Oberschenkel halt einen Krampf, der aber zunächst schnell wieder wegging, dann jedoch später beim Schwimmen deutlich kräftiger wiederkam. Aber jetzt ist er zum Glück wieder weg.
Außerdem haben wir heute auch noch einige Übungen an der Stange gemacht, was ich sehr gut fand, denn daran habe ich schon längere Zeit kein Training mehr gehabt (und mit der Nudel trainiere ich inzwischen ja eh regelmäßig alleine). Dabei haben wir dann auch Übungen gemacht, die ich längst völlig vergessen habe, die ich anschließend auch alleine nochmals durchgeführt habe und auch Übungen, die ich so noch gar nicht kannte, also wieder einen neuen Anreiz für weiteres Training.
Aber während ich danach dann so alleine vor mich hingeschwommen bin, da habe ich gedacht, echt Schade, dass ich mich am Freitag nicht dazu aufraffen konnte. Wenn man einmal dabei ist, dann macht es wirklich immer Spaß, wenn nur der „blöde innere Schweinehund“ nicht so groß wäre. Aber im großen und ganzen läuft es im Moment ja ganz gut. Wenn ich jetzt noch auf Dauer die dämlichen Krämpfe in den Griff kriegen würde, dann würde es mir noch besser gehen. Den Rücken habe ich heute so gut wie gar nicht gespürt.
Und die Knubbel machen mir schwer zu schaffen. An den Oberschenkeln sind sie ja genau in dem Bereich, so ich immer die Krämpfe kriege (genau mitten drauf) und an beiden Fußknöcheln an den Innenseiten. Im Sommer habe ich sie bei weitem nicht so intensiv gespürt wie jetzt. Im Winter, mit höheren Schuhen bzw. Stiefeln, drücken sie zeitweise mächtig darauf und das spüre ich zum Teil sehr schmerzhaft. Deswegen muss ich die Massage in diesem Bereich auch weiterhin aushalten, egal wie schmerzhaft es zum Teil ist. Samstags und Sonntags spüre ich in diesen Bereichen nur den Druckschmerz bzw. die blauen Flecke von der Massage, heute habe ich es nur ganz wenig gespürt. Aber ich weiß jetzt schon, spätestens ab Donnerstag oder Freitag werde ich diese Knubbel an den Knöcheln wieder ganz heftig spüren. Diese „Folgeerkrankungen“, wie die Krankenkasse es nennt, machen mir zur Zeit mehr zu schaffen als die eigentliche Haupterkrankung, der Rücken.
Irgendwie vermisse ich schon jetzt die Massage am Mittwoch, ich bin halt ein „Gewohnheitstier“, aber da wir ja Abends bei Hans Klok in der Zaubershow sind, muss ich darauf verzichten, das würde ich zeitlich niemals unter einen Hut kriegen. Außerdem, wer weiß, wie sich das Wetter entwickelt, hier ist jetzt schon wieder alles Weiß. Und wir müssen ja zur Veranstaltung hin und zurück und das nicht unbedingt auf den letzten Drücker... Deshalb muss ich auf die Massage verzichten. Aber spätestens ab Januar achte ich wieder auf meine regelmäßigen Termine, insbesondere natürlich dann auch bezüglich KG.
Jane
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15.12.2010, 01:19
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#345
Hallo zusammen,
heute Abend war ich sehr intensiv mit meinem Kleiderschrank beschäftigt. Ich sage mal so, ich habe sehr viel „08/15“-Alltagskleidung, aber nur äußerst wenige Sachen für „besondere“ Anlässe. Und „bessere“ Sachen benötige ich auch nur sehr selten. Die meiste Zeit meines Lebens sitze ich ja eh alleine in meinem Büro (oder Abends zu Hause vor dem Computer), da brauche ich mir darum nicht allzu viele Gedanken zu machen. Aber morgen ist für mich ein „besonderer“ Tag.
Es fängt schon Mittags im Büro an. In unserem Haus ist eine Veranstaltung und mein Chef hat mich darauf angesprochen, ob ich mich mit einer Kollegin zusammen um den „Empfang“ kümmern kann. Zu dieser Gelegenheit wollte ich dann nicht eines meiner „08/15“-Sachen anziehen. In der Reha habe ich mir einen neuen Pulli gekauft, der seitdem im Schrank hing. Vorhin ging dann die große „Modenschau“ los, bis ich dazu passende Sachen gefunden habe (Hose und Blaser). Wie sagte eine der Damen aus meinem Institut, man solle „etwas machen“, damit man sich selber besser gefällt, das steigt dann auch das Selbstbewusstsein.
Aber Überstunden werde ich morgen dafür ganz bestimmt nicht machen. Morgen Abend sind wir ja in Düsseldorf bei „Zauberkünstler“ Hans Klok und das ist mir super wichtig. Immerhin freue ich mich darauf, seitdem wir im Hochsommer die Eintrittskarten gekauft haben. Auch dafür erfolgte vorhin eine kleine „Modenschau“, bis ich mich für die passenden Sachen entschieden habe.
Wenn ich bedenke, dass ich ursprünglich bei meiner jetzigen Arbeitsstelle gar nicht anfangen wollte, weil sie rund 30 Kilometer von meinem zu Hause entfernt liegt... Wie ich schon erwähnt habe, habe ich mit dem Autofahren Probleme. Mein absolut größtes Problem ist das, was die meisten Menschen lieben, die Autobahn... Bei mir ist es leider so (und das bezieht sich auf alle Bereiche meines Lebens), wenn ich einen Fehler mache bzw. gemacht habe, bevor ich dann daran „Arbeite“, damit es zukünftig nicht mehr passiert, mache ich lieber einen Rückzieher, stecke den „Kopf in den Sand“ und vermeide diese Situation danach dann voll und ganz. In meinem Leben gibt es nur sehr wenige Situationen, in denen ich anders gehandelt habe und dann wirklich daran „gearbeitet“ habe, z. B. bei der Wassergymnastik, mit der ich ja nach kurzer Zeit wegen der Probleme mit der Nudel schon wieder aufhören wollte. O. K., ich bekomme sie mit dem Bein bzw. dem Fuß bis heute immer noch nicht unter Wasser, aber immerhin schon mal mit den Händen und das ist für mich schon mal ein riesen großer Fortschritt. Wobei ich sagen muss, dass daran meine Gruppe bei der Wassergymnastik „Schuld“ ist, positiv gesehen natürlich.
Ich war ja in den ersten Wochen in der Dienstags-Gruppe und das war eine eingeschworene Frauengemeinschaft, in die ich niemals reingekommen wäre. Und wenn man dann noch mit den Übungen erhebliche Probleme hat, dann fühlt man sich halt äußerst unwohl und das Ganze macht einem gar keinen Spaß mehr. Aber zum Glück hatte ich ja nach ein paar Wochen einen Arzttermin zur Kontrolluntersuchung, der auf einen Dienstag fiel. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich mit der Wassergymnastik eigentlich schon aufhören. Ja und dann kam ich ja in die Montags-Gruppe und dort wurde schlagartig alles anders. Die Gruppe war von Anfang an echt toll, sehr aufgeschlossen, viele verschiedene Charaktere und ich wurde dort von Anfang an so genommen wie ich bin, einschließlich meiner Probleme bei den einzelnen Übungen. Heute bin ich wirklich froh, dass ich damit weitergemacht habe und nicht, wie sonst üblich, meinen „Rückzieher“.
Zu Beginn meines Führerscheins lief alles super und ich hatte im großen und ganzen keine Probleme. Dann kam die erste Prüfung (ich habe erst bei der dritten bestanden) und das werde ich niemals vergessen, diesen „Schock“, diese Angst habe ich bis heute nicht richtig verarbeitet. Nachdem wir erst durch die Stadt gefahren sind (Rückwärts-Einparken, am Berg Anfahren, alles klappte damals prima), sollte ich dann auf die Autobahn Auffahren. Ich war auf der Beschleunigungsspur. Ich sah dann erst in den linken Außenspiegel, die Straße war frei, danach kurz nach vorne. Dann sah ich in den Rückspiegel, auch da war alles frei. Dann habe ich gedacht, links war frei, hinten auch, also gut, dann mal rauf auf die Bahn und habe das Lenkrad nach links „gezogen“. In dem Moment begann das Chaos, das ich bis heute nicht vergessen habe. Ich hörte nur noch Hupen, ein lautes „Piepen“ (weil mein Fahrlehrer auf die Bremse auf seiner Seite getreten ist), dann „schrie“ er mich an „Weg!“, ich nahm sofort die Hände vom Lenkrad und er „riss“es wieder nach rechts. Der Schock saß bei mir verdammt tief und ich fing an zu zittern.
Mein Fahrlehrer sagte später zu mir, dass er mich natürlich beobachtet hat und dass ich etwas entscheidendes vergessen habe, den Seiten- bzw. Schulterblick. Als ich in den Außenspiegel sah, war die Straße frei, das Auto war noch hinter uns. Während ich nach vorne guckte, setzte das Auto zum Überholen an. Als ich dann in den Rückspiegel sah, war die Straße hinter mir frei, das Auto zog bereits nach links rüber. Ich habe dieses Auto nicht im geringsten bemerkt. Wenn ich dann einen Schulterblick gemacht hätte, dann wäre es mir aufgefallen, aber den habe ich völlig vergessen. Wenn ich dann wirklich rübergezogen wäre, dann wäre ein Zusammenprall fast schon unausweichlich gewesen. Zuerst wollte ich damals dann völlig aufgeben, aber mein Vater, der zu dieser Zeit schon schwer krank war, hat sich dann sehr intensiv um mich gekümmert. Er fuhr mit mir zu einem Verkehrsübungsplatz, damit ich wenigstens bei den anderen Sachen, also dem Rückwärts-Einparken usw. sicher werde. Ja, ich habe schließlich tatsächlich weitergemacht. Bei der zweiten Prüfung habe ich dann einen ganz blöden Fehler gemacht, aber an dem war nur meine extreme Nervosität in Schuld, weil ich dem Prüfer nicht richtig zugehört habe und deswegen völlig falsch reagiert habe und einen echt blöden Fehler gemacht habe (der ist mir aber viel zu peinlich, darauf gehe ich hier nicht näher ein). Bei der dritten Prüfung ist dann endlich alles super glatt gelaufen, ohne jegliche Vorkommnisse.
Aber die Angst vor der Autobahn, oder besser gesagt vor dem Auffahren (und dem Überholen, ist ja im Prinzip die gleiche Situation), die habe ich bis heute nicht in den Griff bekommen. Seitdem ich den Führerschein habe, war ich auch so gut wie nicht mehr darauf. Nur in den ersten Jahren ein paar Mal, bis ich es schließlich ganz aufgegeben habe (nach dem Motto „viele Wege führen nach Rom“, auch außerhalb der Autobahn). In den ersten Jahren bin ich dann täglich sehr viel innerhalb der Stadt gefahren. Meine damalige Arbeitsstelle lag in unserer Stadt und bevor ich mit meinem Freund zusammen gezogen bin, bin ich es gewesen, die täglich gependelt ist. Das hat mir damals aber auch gar nichts ausgemacht, ich war mir zu dieser Zeit sicher. Dann bekam ich mein „derzeitiges“ Jobangebot, 30 Kilometer entfernt. Meine erste spontane Reaktion war, Nein, das schaffe ich nicht, ich werde nicht jeden Tag Autobahn fahren, diese Überwindung war mir viel zu groß. Aber dann hat sich meine Mutter um mich gekümmert. Dieses Angebot durfte ich keinesfalls ausschlagen. Sie fuhr mit mir zum Bahnhof und wir haben uns bezüglich der Züge erkundigt. Ja, und von da an ging es dann bei mir „bergab“, was das Autofahren angeht. In der ersten Zeit bin ich noch gelegentlich gefahren, aber es wurde immer seltener, ich habe immer öfter „Bus und Bahn“ genommen und lies das Auto stehen. 2004 sind wir dann zusammen gezogen und aus Kostengründen haben wir dann zunächst ein Auto verkauft, mein Freund wurde mein „Chauffeur“ und wenn er keine Zeit hatte, dann habe ich halt alles entweder zu Fuß oder immer mehr mit Bus und Bahn erledigt. Im Laufe der Jahre bin ich dann immer und immer weniger gefahren, bis ich schließlich so unsicher wurde, dass sich eine gewisse Ängstlichkeit eingestellt hat. Ja, aber ich habe wirklich vor, daran im nächsten Jahr zu Arbeiten und wieder sicherer zu werden!! Ob ich es schaffe, das ist natürlich "Frage Zwei"...
Jane
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16.12.2010, 03:33
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#346
Hallo zusammen,
heute nur ein ganz kurzer Bericht. Der Abend war super, super schön. Der schönste seit langer Zeit!! Die gesamte Athmosphäre war unbeschreiblich schön.Und Hans Klok ist super nett, sympathisch und natürlich. Nach der Vorstellung gab er noch Autogramme, hat mit jedem ein paar nette Worte gewechselt und ich war sogar so mutig und habe mich mit ihm fotografieren lassen (was bei mir absolut keine Selbstverständlichkeit ist!!). Der ganze Abend war unbeschreiblich schön, davon möchte ich keine Sekunde mehr missen!!
Bevor es heute Nachmittag losging, habe ich noch mit einer Nachbarin meiner Mutter telefoniert. Sie ist krank, hat MS und leitet seit ein paar Jahren eine Selbsthilfegruppe. Meine Mutter hat ihr von mir erzählt und deswegen hat sie mich vorhin angerufen.
Sie hat mich dann sofort in ihre Gruppe eingeladen. Diese Gruppe trifft sich ebenfalls alle 2 Wochen, jedoch Dienstags und im Gegensatz zu der Donnerstags-Gruppe, die bisher (es gibt sie erst seit ein paar Monaten) ausschließlich Treffen zum Erfahrungsaustausch durchführt, trifft sich die Dienstags-Gruppe auch zu „sonstigen“ Treffen, Essen gehen, Grillabende, Kinogänge, DVD-Abende usw. Das hat mich sofort angesprochen. Ich bin dort dann zwar die einzigste mit einer anderen Krankheit, aber zumindest werden die anderen mich verstehen, wenn ich Probleme, Schmerzen und Depressionen habe (sie hat auch sofort angeboten, wenn ich Probleme bzw. Depressionen habe und jemanden zum Reden brauche, dass ich gerne bei ihr Anrufen kann - das werde ich beim nächsten Mal auch machen). Anders geht es den Mitgliedern dieser Gruppe ja schließlich auch nicht. Und von T., also der Gruppenleiterin, kann ich sogar noch „lernen“ bzw. mir Mut machen lassen. Sie saß bereits im Rollstuhl und die Ärzte haben sie aufgegeben. Mit eisernem Willen, Disziplin und sehr viel Training kann sie jetzt sogar wieder Laufen!! Mein Institut kannte sie auch, sie war ebenfalls mal dort in Behandlung, musste damals jedoch dort die Behandlung beenden, weil es ihr zu der Zeit schlechter ging und sie im Rollstuhl saß. Das Schwimmbad, also das Bewegungsbad (was sie heute auch noch fast täglich macht), das befindet sich in meinem Institut im Keller, was damals wegen dem Rollstuhl für sie nicht möglich war. Deswegen musste sie das Institut wechseln. Ich kenne T. (ein paar Jahre älter als ich) bereits flüchtig durch meine Mutter (an ihren Geburtstagen) und habe im Laufe der Jahre schon mehrmals ein paar kleine Gespräche mit ihr geführt. Ich hoffe, dass ich mich mit den anderen Gruppenmitgliedern gut verstehen werde, denn das Telefonat vorhin war für mich äußerst vielversprechend!!
Den Abend habe ich heute übrigens ziemlich gut verkraftet (was die Schmerzen betrifft). Das einzigste Problem war, dass wir mitten im Raum saßen (also auf keiner Tribüne) und vor uns noch mehrere größere, so dass ich „gezwungen“ war, die ganze Zeit über (2 x eine Stunde) kerzengrade zu sitzen, um einigermaßen über die Köpfe hinweggucken zu können. Das habe ich im Laufe der Zeit im BWS-Bereich und in der Schulter sehr, sehr heftig gespürt. In der Pause (30 Minuten) bin ich einmal in aller Ruhe durchs Foyer gelaufen (mein Freund hatte keine Lust, blieb lieber sitzen) und habe mir alles in Ruhe angeguckt. Das Laufen, die Bewegung tat mir in diesem Moment super gut. Ja und nach der zweiten Hälfte mussten wir rund eine halbe Stunde warten, bis die Autogrammstunde endlich losging, aber das habe ich sehr gerne in Kauf genommen. Während ich stand und auch ein paar Meter lief, ging es meinem Rücken wieder deutlich besser.
Ich muss sagen, ich würde mich wirklich freuen, wenn es mit dieser anderen Gruppe klappen würde, damit ich ein bisschen mehr Ablenkung bekomme!!
Jane
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17.12.2010, 04:18
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#347
Hallo zusammen,
heute war nicht so ganz mein Tag, ich hatte mächtige Depressionen und konnte mich zu gar nichts aufraffen, habe über mehrere Stunden nur auf dem Sessel gesessen und Fernsehen geguckt (obwohl eigentlich gar nichts besonderes lief, außer den vielen Wettermeldungen). Dabei hing ich dann mal wieder meinen vielen Gedanken nach.
Heute Mittag waren wir zunächst in der Stadt und haben etwas eingekauft. Eigentlich wollten wir heute den Weihnachtsmarkt in Hattingen besuchen, er ist in einer super schönen Altstadt. Im Normalfall fahren wir rund eine Stunde bis dort. Während wir in der Stadt waren, fing es jedoch immer heftiger an zu schneien. Deswegen haben wir schließlich unsere Pläne geändert und haben stattdessen einen kleinen Stadtbummel gemacht (in den Geschäften war es schließlich warm und trocken). Aber immer, wenn ich mal Richtung Straße geguckt habe und gesehen habe, dass die Autos inzwischen nur noch im Schritttempo fahren konnten, da wurde ich immer nervöser und unruhiger. Nach rund einer Stunde sind wir bereits wieder nach Hause gefahren bzw. „gerollt“, an Fahren war schon kaum noch zu denken, bei jedem Gas geben sind die Räder etwas durchgedreht. Ich bekam deswegen etwas die Panik. Grund dafür bestand eigentlich nicht, mein Freund kann super gut fahren und hat (im Gegensatz zu mir) bisher auch noch keinen Unfall gehabt, auch nicht bei diesem Wetter. Er hat das Auto irgendwie immer gut im Griff. Aber ich hasse so ein Wetter, das ist ganz und gar nichts für mich.
Deswegen habe ich ja auch meine Vorliebe für Geländewagen entwickelt. Obwohl andere Autos gefallen mir optisch auch sehr gut bzw. super gut, allerdings nicht unbedingt unser Mini, der ist zwar auch nicht schlecht, aber den sieht man ja inzwischen an jeder Ecke. Allerdings, ob ich mit den anderen Autos, die mir gut gefallen, klar kommen würde, da bin ich mir nicht so ganz sicher. Nachdem ich meinen Führerschein hatte, bin ich zuerst ein paar Monate mit dem Mercedes meines Vaters gefahren. Eine ganz schreckliche Zeit, das würde ich freiwillig niemals wieder machen. Abgesehen davon, dass er mir als Führerschein-Neuling viel zu groß und wuchtig war, hatte er keine Handbremse, sondern eine „Feststellbremse“. Mit diesem Teil stand ich von Anfang an auf „Kriegsfuß“ und habe eine ganze Zeitlang jede Steigung vermieden, um bloß nicht diese Bremse benutzen zu müssen (so lernt man halt im Laufe der Zeit die ganzen „Schleichwege“ kennen).
Als mein Vater dann gestorben ist, haben wir das Auto verkauft. Daraufhin habe ich mir dann mein erstes eigenes Auto gekauft, ein „normales“ Auto (also keinen Geländewagen). Dieses Auto war das schlimmste, das ich je hatte, ich kam damit absolut nicht klar, hatte es nicht unter Kontrolle. Ich habe es rund 1 ½ Jahre gefahren und hatte in dieser Zeit mehrere kleine Unfälle, alles reine Auffahrunfälle, ich kam häufig zu spät zum Stehen. Aber schnell (oder sogar zu schnell) gefahren bin ich noch nie. Ganz im Gegenteil, mein Fahrlehrer (und jetzt mein Freund) musste mich immer animieren, endlich mal Gas zu geben. Ich glaube, ich bin die einzigste, die in unserer Stadt „brav“ mit 50 fährt, zumindest werde ich, wenn ich mal fahre, ständig von allen Anderen überholt.
Wegen der Unfälle wurde ich schließlich etwas unsicher und hatte Angst Gas zu geben. Ich habe immer gedacht, umso langsamer ich fahre, umso schneller komme ich letztendlich zum Stehen. Dadurch habe ich dann nach und nach alle „30’er“-Zonen in unserer Stadt kennengelernt. Dann kam der erste kräftige Winter und viel Glatteis (nicht viel anders, als es jetzt der Fall ist). Dieser Winter war eine Katastrophe, ich hatte noch einige Unfälle, bin viele Male total ins Rutschen geraten (blieb einmal sogar mitten auf einer Wiese stehen). Im nächsten Frühjahr habe ich dann beschlossen, dass ich ab sofort nur noch Autos mit Allrad fahren will. Daraufhin habe ich mir dann den Geländewagen gekauft. Dieses Auto hatte ich dann von Anfang an super gut im Griff und habe in den ganzen Jahren keinen einzigen Unfall mehr gebaut. Den Allrad habe ich sogar im Sommer angelassen, wenn es geregnet hat und die Straßen nass waren, fühlte ich mich damit wesentlich sicherer.
Trotzdem habe ich dann im Laufe der Zeit (wie ich letztens schon geschrieben habe) nach und nach das Fahren aufgegeben und mein Freund hat mein Auto sozusagen übernommen. Er hat zwar nichts direkt gegen Geländewagen, aber sportliche Autos sind halt mehr sein Ding. Ganz abgesehen davon, wir sind ja sehr viel unterwegs und auf einer Autobahn ist ein Geländewagen nunmal nicht das beste Auto. Zum einen konnte man es beim Überholen vergessen, damit kam man nicht in Fahrt und auf jeder Brücke mit Seitenwind bekam er große Probleme in der Spur zu bleiben.
Umso seltener ich gefahren bin, umso mehr ihm das Auto „gehörte“, umso mehr hat er darüber geschimpft. In den ersten Jahren habe ich mich noch „durchgesetzt“, schließlich war es offiziell mein Auto, ich stand schließlich im Fahrzeugschein, doch irgendwann (nachdem ich mal wieder mehrere Monate gar nicht gefahren bin), hat er sich dann „durchgesetzt“. Er fuhr an einem Tag zufällig bei einem Autohändler vorbei und dort stand dann unser jetziger Mini. Er hat dann sofort Nägel mit Köpfen gemacht und mich dann nur noch auf der Arbeit angerufen, dass er meine Unterschrift bräuchte, er hätte gerade mein Auto verkauft. O man, was war ich im ersten Moment sauer. Aber Abends haben wir uns dann in aller Ruhe zusammen gesetzt und sind alle Argumente Punkt für Punkt durchgegangen. Naja, was soll ich sagen, seine Argumente waren bei Weitem besser und logischer als meine, da konnte ich nicht mithalten.
Aber so richtig habe ich mich bis heute noch nicht an den Mini gewöhnt. Es ist kein schlechtes Auto, aber mir fehlt halt inzwischen völlig die Fahrpraxis. Ich kenne viele Menschen, die auch bei diesem Wetter sicher fahren, auch ganz ohne Allrad, aber mir persönlich fehlt der Allrad immer noch.
Ich freue mich aber trotzdem schon wieder auf den nächsten Sommer. Von Kindheit an fand ich auch die Sommerurlaube wesentlich schöner als die im Winter. Mein Vater mochte den Winter und wir sind jedes Jahr in die Berge nach Österreich gefahren. Er wollte mir damals unbedingt Skifahren beibringen, hatte damit jedoch keine Chance, meine Unsicherheit war viel zu groß. Dann wollte er mir Schlittschuhlaufen beibringen, auch das klappte nicht, ich konnte mich darauf nicht gerade halten, bin immer wieder „weggeknickt“ und auf den Fuß-Außenseiten gelaufen.
Dann blieb für mich nur noch das Schlittenfahren. Zumindest bis zu einem etwas größeren Unfall (den allerdings viele Menschen schon so ähnlich erlebt haben, wie ich bereits im Internet gelesen habe). Ich hatte einen Holzschlitten, aber auch einen aus Plastik zum Lenken, den ich viel besser fand. Ich fuhr damit einen kleinen Berg runter und unten sah ich einen kleinen Schneehaufen. Ich war mir sicher, dass das ein „normaler“ Schneemann war und hielt voll darauf zu. Es wäre ja eine weiche Landung gewesen. Unten standen ein paar Leute, die es bemerkt haben und die plötzlich aufschrien. Im nächsten Moment wusste ich warum. Es war der „Stein“ einer Bank, die dort im Sommer stand. Ich bin voll darauf geprallt. Der Schlitten war kaputt, ein mächtiger Riss. An meinem Steißbein hatte ich eine ganz kräftige Prellung, konnte über viele Wochen nur auf einem super weichen Kissen sitzen. Diese Schmerzen werde ich auch niemals mehr vergessen. Seitdem bin ich niemals wieder Schlitten gefahren und den Winter hasse ich immer mehr!!!
Jane
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18.12.2010, 00:04
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#348
Hallo zusammen,
heute ging es mir alles andere als gut. Bereits beim Aufstehen hatte ich mächtige Kopfschmerzen, das war allerdings schon mehr eine Migräne. Ich habe schon zum Frühstück zwei Aspirin getrunken und wenn die dann schon nicht helfen, das ist dann schon „Alarmstufe Rot“. Ich nehme an, das kam von gestern, als ich wegen den Depressionen mal wieder so geweint habe. Immer, wenn ich so weine, bekomme ich starke Kopfschmerzen, eine „typische Nebenwirkung“. Außerdem hatte ich den ganzen Tag über heftige Rückenschmerzen im unteren Bereich, was allerdings auch kein Wunder ist, heute ist schließlich Freitag und Ende der Woche geht es mir schmerzmäßig ganz selten besser (aber Dank der Migräne, die fast den ganzen Tag über anhielt, war ich heute nicht in der Lage, etwas sportliches zu machen). Aber Morgen ist ja zum Glück Samstag, also mein Massage-Termin. Im Moment fehlen mir meine regelmäßigen Termine in dem Institut so richtig (insbesondere natürlich die KG sowie das regelmäßige Schwimmen) und am Mittwoch auch der „Zwischen“-Massage-Termin, aber das hätte ich letzten Mittwoch im Leben nicht geschafft. Aber dafür war der Abend super schön. Was mir insbesondere dort auch super gut gefallen hat (meinem Freund übrigens auch), das war das „Show-Ballett“. In allen kleinen Pausen, in denen die Bühne umgebaut worden ist, haben 3 Frauen und 2 Männer (in passenden Kostümen zum Hintergrundbild) super gute Tänze hingelegt, zum Teil mit akrobatischen Einlagen und die waren wirklich super klasse! Der ganze Abend hat sich wirklich voll und ganz gelohnt!!
Mir fällt gerade ein, ich habe ja noch gar nicht von meiner Schulzeit und den Problemen mit meinem Rücken bzw. mit dem Korsett geschrieben. Diese Zeit hat dann mein ganzes Leben bzw. meine ganze Schulzeit „auf den Kopf gestellt“.
In der Grundschule war ich zunächst ganz gut, hatte keinerlei Probleme. Natürlich abgesehen davon, wie ich letztens schon geschrieben habe, dass ich notgedrungen mit dem Ballett aufhören musste und stattdessen regelmäßig zur KG musste. Die mit Abstand meisten Übungen waren an der Sprossenwand (die Anderen liebten diese Übungen damals), womit ich niemals klargekommen bin, weil ich mich nie festhalten konnte und meine Hände ständig abgerutscht sind. Selbst mit dieser „Kreide“, die von Sportlern benutzt wird, die ich auch ausprobieren sollte, kam ich nicht klar. Deswegen bekam ich halt ständig die „Sonderaufgabe“ bzw. „Sonderübung“, den Katzenbuckel und habe KG immer und immer mehr gehasst. Was für abwechslungsreiche Übungen und Möglichkeiten es gibt, das habe ich erst im letzten Jahr erfahren.
Nach der Grundschule gingen alle meine damaligen Schulfreundinnen und auch Nachbarskinder, mit denen ich guten Kontakt hatte, auf die Gesamtschule. Ich wurde dort jedoch abgelehnt, „wegen Überfüllung geschlossen“. Die Lehrer haben mich deshalb auf die Realschule geschickt. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich dort einen guten Abschluss gemacht hätte, denn in der 5.Klasse war ich ziemlich gut und kam mit allen Fächern gut klar. Mit den Klassenkameraden habe ich mich auch gut verstanden und habe schnell ein paar Freundschaften geschlossen. Das war im Sommer 1980.
Durch meinen Rücken und die regelmäßige KG war ich beim Gesundheitsamt ein absoluter „Stammgast“ geworden. Mein Rücken hat sich immer weiter verschlimmert und die Verbiegung wurde deutlicher. Deswegen bekam ich dann mitten in der 5. Klasse, im Januar 1981, das Gipskorsett angepasst, das ich dann ein Jahr, bis Januar 1982 täglich getragen habe (im Sommer bekam ich ein neues, in diesem Alter wächst man ja noch ziemlich schnell). Das werde ich niemals vergessen, ein super ekeliges Gefühl wenn man von oben (Schultern) bis „unten“ (Oberschenkel) mit Gips eingewickelt wird.
Falls sich jemand dafür interessiert, wie es damals so ungefähr aussah, ich habe mal im Internet gesucht und bin fündig geworden. Dort ist ein Artikel, der in etwa 2 Jahre alt ist und diese Frau zeigt ein Korsett, das extrem viel Ähnlichkeit mit meinem hatte (bis auf ganz minimale Unterschiede). Hier ist der Link:
http://www.google.de/imgres?imgurl=h...26tbs%3Disch:1
Die regelmäßige KG ging ja während dieser Zeit weiter und ich war weiterhin beim Gesundheitsamt unter Kontrolle. Zum Glück hatte ich damals ein paar gute Freundschaften in meiner Klasse, die mir tagsüber sehr viel geholfen haben, an Bücken und Tasche aufheben war ja nicht zu denken und ständig alles mit den Beinen, aus den Knien heraus zu machen, das habe ich damals schon nicht geschafft, dafür waren meine Beine schon immer viel zu schwach.
Dem Gesundheitsamt war es dann ein „Dorn im Auge“, dass ich wegen der Bücher immer so schwer getragen habe (wie es heutzutage auch noch so einigen in meiner Umgebung geht, ich habe deswegen schon viele „Vorträge“ bekommen, weil ich jeden Tag so schwer trage, aber aus „verschiedenen Gründen“ kann ich es leider nicht ändern). In diesem Jahr mit dem Gipskorsett habe ich dann (dafür hat das Gesundheitsamt gesorgt) einen eigenen Schrank zum Abschließen in unserem Klassenzimmer bekommen, wo ich meine Sachen, insbesondere die Bücher über Nacht lassen konnte. Allerdings ging das auf Dauer nicht gut. Man macht sich halt im Unterricht auch mal Notizen und wenn man dann zu Hause mit einem „neutralen“ Buch (ich hatte jedes Buch in doppelter Ausführung) sitzt, dann fehlen einem diese Notizen bei den Hausaufgaben. Das sah das Gesundheitsamt dann auch ein und kümmerte sich darum, dass ich direkt, nachdem ich das Gipskorsett im Januar 1982 losgeworden bin, von heute auf morgen in die Gesamtschule wechseln konnte (mitten in der 6. Klasse). Dort hatte ich dann ja Ganztagsschule, hatte aber Mittags immer eine „Hausaufgabenstunde“, in der ich sehr viel wegbekommen habe, so dass ich wesentlich weniger tragen musste.
Aber von diesem Zeitpunkt an ging es bei mir ganz steil bergab, ich kam dort nicht mit. Von diesem Moment an (bis heute) hatte ich z. B. mit Englisch ganz erhebliche Probleme. Die waren dort wesentlich weiter und ich kam mit dem Vokabel lernen überhaupt nicht mehr nach. Auch in anderen Fächern (Mathe, Physik, Geschichte, Politik) hatte ich ganz erhebliche Probleme, dieser Wechsel ist bezüglich meiner schulischen Leistungen eine absolute Katastrophe gewesen. Die Themen, mit denen wir in der Realschule gerade erst begonnen hatten, waren in der Gesamtschule schon durch, die waren wesentlich weiter im Programm.
Dazu kam, dass ich in dieser Klasse nicht akzeptiert worden bin. Vom ersten bis zum letzten Tag blieb ich der absolute Außenseiter, keiner wollte mit mir was zu tun haben. Weil ich ja damals schon so still war und von der Realschule kam, dachten alle, dass ich eingebildet und arrogant sei und mich für was Besseres halten würde (das wurde mir damals so vor den Kopf gesagt, das war verdammt hart!). Das bin ich aber ganz bestimmt nicht, dass das pure Schüchternheit und Ängstlichkeit war, darauf ist keiner aus der Klasse gekommen. Gegen Ende der 6. Klasse haben mich dann 3 große, kräftige Mädchen aus dieser Klasse geschnappt (deren Namen kenne ich heute noch, die haben sich in mein Gedächtnis „gebrannt“) und haben mich so verprügelt, dass ich von oben bis unten blaue Flecke hatte. Das vergesse ich nie im Leben. Sie haben mir unmissverständlich klargemacht, dass sie mich nicht in ihrer Klasse haben wollen. Danach hatte ich dann 2 Wochen lang einen Krankenschein (ich hatte Angst zur Schule zu gehen) und mein Lehrer hat sich dann für mich eingesetzt, damit ich nach den Schulferien, in der 7. Klasse, in eine neue Klasse gekommen bin.
Es dauerte dann zwar noch eine Zeitlang, bis ich wieder richtig Fuß gefasst habe, aber von diesem Moment an ging es langsam aber sicher wieder aufwärts. Mit dieser Klasse habe ich mich dann auch gut bis sehr gut verstanden und mit ein paar habe ich bis heute noch flüchtigen (E-Mail-) Kontakt (vor 4 Jahren hatten wir ein Klassentreffen und auch dort bin ich gewesen, ein sehr schöner Abend!). Aber in dieser Klasse war dann wirklich alles anders. Meine schulischen Leistungen wurden (allerdings erst im Laufe von etwa 2 Jahren, ich hatte sehr viel, was ich Aufarbeiten musste) wieder deutlich besser, allerdings bis auf das Englische, diese Defizite, die ganzen Vokabeln, die habe ich nie wieder aufgeholt und bis heute muss ich mich in den Urlauben mit „Händen und Füßen“ verständigen.
Allerdings habe ich dieses Aufarbeiten nicht alleine geschafft, ich hatte tägliche Nachhilfe bei den verschiedensten Leuten. In der 10. Klasse war ich dann tatsächlich so gut, dass ich fürs Abi zugelassen worden bin. Aber das habe ich mir nicht zugetraut. Noch 3 Jahre lang diese dauerhafte Belastung mit Schule, Nachhilfe usw. und danach dann erst ins Berufsleben zu starten, das war mir zu viel. Und ins Büro, wo ich ja unbedingt hinwollte, da kam man auch mit der Fachoberschulreife hin, dafür brauchte ich kein Abi. Ich bin damals bei einigen Vorstellungsgesprächen gefragt worden, ob ich mir sicher wäre, dass ich wirklich mit der Schule aufhören wollte und anfangen wolle zu Arbeiten. Aber damit war ich mir 100 %-tig sicher und habe mich davon auch nicht abbringen lassen. Ich habe mich schon sehr oft gefragt, wenn die Sache mit meinem Rücken nicht gewesen wäre, wie es dann mit mir gelaufen wäre. Ich glaube schon, dass ich die Realschule geschafft hätte. Wer weiß, vielleicht hätte ich dann sogar das Abi gemacht. Ja, ich habe mich schon des Öfteren gefragt, wie mein Leben gelaufen wäre, wenn mein Rücken mir nicht in den verschiedensten Bereichen einen „Strich durch die Rechnung“ gemacht hätte...
Jane
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19.12.2010, 02:44
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#349
Hallo zusammen,
heute Abend geht es mir ziemlich gut. Heute Mittag war ich zur Massage und danach geht es mir ja zum Glück immer gut. Zuerst die Heißluft, die ich bei diesem Wetter natürlich voll und ganz genossen habe und dabei auch ein bisschen eingenickt bin. Da wegen dem Wetter die Bahnen sehr unregelmäßig fahren, bin ich lieber zu Fuß gegangen. Die Schmerzen in den Beinen machen mir zwar zur Zeit etwas zu schaffen und gestern Abend hatte ich im linken Bein mal wieder einen heftigen Krampf, aber Dank der Massage spüre ich in diesem Bereich jetzt nichts mehr.
Ich habe das Gefühl, dass die Physiotherapeuten im Reha-Bericht langsam aber sicher mit ihrer Aussage Recht haben, dass das linke Bein schlimmer ist bzw. wird. Vorhin bei der Massage war der Rücken das kleinste „Übel“, im Vergleich zu den Beinen völlig harmlos. Nur im unteren Bereich war eine einzige Stelle, die ich nicht ausgehalten habe. Mein Masseur kennt mich bzw. meine Schmerzreaktionen inzwischen eh ziemlich gut und deswegen kann ich ihm weder was „vormachen“ noch eine Stelle vor ihm „verbergen“. Wir haben uns heute dabei mal wieder intensiv unterhalten, so dass ich sehr gut abgelenkt war. Allerdings nur an den Stellen, an denen die Schmerzen nicht zu intensiv waren. Den übrigen Rücken konnte ich heute, Dank der Ablenkung, sehr gut aushalten, sogar der Schulterbereich war relativ harmlos. Aber als er am unteren Bereich war, kam er plötzlich an einer sehr schmerzhaften Stelle „vorbei“. Ich habe zwar noch versucht, mich so gut es geht zusammen zu reißen, aber ich glaube mein Zucken bzw. meine Reaktion im ganzen war zu eindeutig, so dass er dann gezielt an diese Stelle gegangen ist, was ich jedoch nicht allzu lange ausgehalten habe.
Die Beine waren heute mal wieder eine kleine Katastrophe. Wie viele Menschen haben mir schon gesagt, dass sie eine Massage als super angenehm empfinden. Warum ist mein Körper nur so anders? Bei den meisten Berührungen an den Beinen könnte ich vor Schmerzen unter die Decke gehen. Es fühlt sich jedes Mal so an, als wenn eine heiße Nadel in die Nerven gestochen würde. Bevor ich dann das ganze Haus zusammen Schreie, halte ich lieber die Luft an. Bevor mein Kreislauf mal wieder zusammen bricht (heute ist er zum Glück stabil geblieben), hat sich mein Masseur ziemlich intensiv mit mir beschäftigt, hat mich mit den verschiedensten Themen abgelenkt und gleichzeitig zum Reden animiert, so dass ich nie allzu lange die Luft anhalten konnte. Wenn er merkte, dass ich längere Zeit zu still geworden bin (weil ich halt zu lange die Luft anhielt), dann hat er mich regelrecht ans Atmen erinnert.
Die Beine von hinten waren schon schlimm genug. Die linke Wade war schon sehr heftig (wo ich auch einen Krampf hatte) und vom Oberschenkel brauche ich glaube ich schon gar nicht mehr zu reden. Sobald er an der Außenseite den Knubbel berührt, dann könnte ich nur noch Schreien. Ich halte es dann nur noch wenige Sekunden aus, bis ich dann Stopp schreie. Er hat inzwischen schon einige Griffe und Techniken ausprobiert, aber an diesem Knubbel halte ich gar keine Berührung aus (was mir bei ein paar KG-Übungen auch Schwierigkeiten bereitet, wenn man dabei auf der Seite liegt, das halte ich so gut wie gar nicht aus).
Am rechten Bein ging es dann unten am Knöchel los. Ich weiß zwar nicht, wie ich diesen Schmerz heute so lange ausgehalten habe (mit viel Zucken, aber immerhin), aber mit intensiver Ablenkung habe ich es heute länger ausgehalten als sonst. Und was soll ich sagen, im Moment spüre ich diesen Bereich gar nicht (ein Wunder!! - Bei Druck auf Knubbel Ja, sonst nicht!!). Die Wade war dann mal wieder so heftig, dass ich schließlich aufgegeben habe, ebenso der Oberschenkel bzw. der Knubbel an dieser Außenseite.
Die Vorderseite war dann noch wesentlich schlimmer. Nach den Krämpfen in der letzten Woche habe ich nur gedacht, du musst es aushalten, egal wie, beiße die Zähne zusammen... Aber ich schaffe es nicht!! Die Schmerzen sind zu heftig. Ich weiß ja, dass es mir hilft und dass es mir danach immer wesentlich besser geht und die Krämpfe lassen auch immer mehr nach (ich habe schon seit Wochen nachts keinen einzigen mehr gehabt), aber wenn ich dort liege, dann denke ich nicht an die „sonstigen“ Schmerzen und Krämpfe, sondern nur an das „Hier und Jetzt“ und dann würde ich am liebsten immer sofort Stopp sagen und muss mich regelrecht zwingen, um weiterhin still zu halten. Das rechte Bein war schon sehr schlimm bzw. schmerzhaft und ich konnte kaum stillhalten und habe es schließlich (spätestens an dem Knubbel mitten auf dem Oberschenkel) auch aufgegeben. In dem Moment hätte ich am liebsten wieder den Spruch abgelassen, dass ich mir demnächst die Beine Abhacken werde (was ich selbstverständlich nicht machen werde), aber diesen Spruch mag mein Masseur glaube ich gar nicht, deswegen habe ich es mir lieber verkniffen.
Für das linke Bein hat er sich heute dann wesentlich mehr Zeit gelassen, was allerdings nicht heißt, dass ich es auch ausgehalten hätte. Am Unterschenkel ging es noch, hart, aber die absolute Schmerzgrenze. Ich habe ständig die Luft angehalten, um es so lange wie möglich auszuhalten und er musste mich immer wieder zum Atmen animieren. An dem Knubbel am Oberschenkel war es dann aber aus. Aber da das ja der Bereich ist, an dem ich immer wieder die Krämpfe bekomme, muss ich da durch, solange ich es irgendwie aushalten kann. Er hat dann verschiedene Griffe ausprobiert, teils relativ sanfte und dann mal wieder mit kräftigem Druck, wobei ich jedes Mal unter der Decke hing und immer wieder die Luft anhielt, es aber zumindest eine Zeitlang ausgehalten habe.
Heute Nachmittag habe ich dann so gedacht, dass ich froh bin, dass ich zum einen so einen guten Bezug zum Institut habe und insbesondere zu meinem Masseur ein so gutes Vertrauensverhältnis. In unserer Tageszeitung stand heute eine Anzeige, dass meine ehemalige Zahnärztin in den Ruhestand gegangen ist. Während der Schulzeit hatte ich mit Zahnärzten noch gar keine Probleme, aber Dank dieser Ärztin (sie gehörte zu der Sorte „Stellen Sie sich nicht so an“), habe ich im Laufe der Zeit eine riesen große Angst davor entwickelt, so dass ich mittlerweile seit mindestens 5 Jahren bei keinem Zahnarzt mehr war. Und ich werde auch nur noch einen Aufsuchen, wenn ich so starke Schmerzen haben sollte, dass ich deswegen nicht mehr Schlafen kann.
Auch bezüglich der Massage an den Beinen habe ich halt so meine Probleme. Wenn ich vorher schon weiß, wie schmerzhaft es wird, dann trotzdem (mehr oder weniger) still zu halten, das fällt mir unwahrscheinlich schwer. Ich glaube, wenn ich zum Institut und insbesondere zu meinem Masseur nicht so einen guten Draht hätte, dann wäre jetzt bei mir der Punkt erreicht, an dem ich einen Rückzieher machen würde und die Behandlung an den Nagel hängen würde. Dass das ein riesen großer Fehler wäre, das weiß ich selber und ich werde es auch nicht machen. Ich weiß, dass ich in diesem Fall meine Angst vor den Schmerzen bekämpfen muss und durchhalten muss (auch bezüglich KG, manche Übungen sind sehr schmerzhaft, helfen aber dennoch, sogar normales Laufen und Schwimmen tut zeitweise weh). Außerdem möchte ich ja auch bei meinem Masseur in Behandlung bleiben, zumal er mir dabei auch immer wieder sehr gute Tipps gibt und Übungen zeigt (auch heute wieder), wie ich mir selber bei den Schmerzen helfen kann. Schon alleine auf diese guten Ratschläge, die mir bis jetzt auch immer geholfen haben, möchte ich nicht verzichten.
Nach der Massage hat sich dann im Institut noch eine Situation „ereignet“. Neben dem Schwimmbad ist ein Raum, der seit längerem nicht mehr benutzt worden ist und zur Zeit renoviert wird. Der Hausmeister hat mir vor 2 Wochen erzählt, dass das Schwimmbad dicht gemacht werden soll, die Wand zu diesem Raum soll entfernt werden und es soll ein großer Ruhe- und Gymnastikraum entstehen. Da mir ja in der letzten Zeit das Schwimmen und die Arbeit mit der Nudel sehr gut getan hat, war das für mich ein kleiner Schock (weshalb mir auch ein paar Tränen gekommen sind). Als ich darüber mit einer der Damen am Empfang gesprochen habe, war diese sehr überrascht (sie wusste nichts davon) und meinte zu mir, weshalb ich nicht direkt ihren Chef darauf ansprechen würde (bevor mein „Kopfkino“ noch mehr Überstunden machen würde). Ich sage mal so, ich gehöre nicht zu der Sorte, die sofort zum Chef rennt, wenn es Probleme gibt, weder zum eigenen noch zu dem des Instituts, aber in diesem Fall ließ es sich leider nicht vermeiden.
Von einer Schließung sei vorerst (nach seiner Aussage innerhalb der nächsten Jahre) keine Rede. Was die Zukunft dann bringt (Kostengründe), das wird sich dann zeigen. Bei der Gelegenheit habe ich ihn dann mal direkt auf die KG angesprochen. Seit Ende November haben die meine KG-Verordnung vorliegen und „mangels Physiotherapeut“ habe ich seit 3 Wochen keine KG mehr gehabt. Der Chef wirkte darüber sehr überrascht, zumal es dort bereits jemand Neues gibt (was ich schon von meinem Masseur wusste, nur dass ich bei dieser neuen Kraft bisher noch keinen Termin hatte). Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, dass dort irgendetwas schief gelaufen ist und der nette Herr vom Empfang deswegen Ärger bekommt (und das auch noch vor Weihnachten).
Aber es gibt genug „Beweise“, dass es wirklich so gelaufen ist (Terminbuch und fehlende Unterschriften auf der KG-Verordnung), dass ich keine KG hatte. Bei dieser Gelegenheit fiel mir heute Nachmittag dann wieder eine Situation von der Arbeit ein, die ich ebenfalls bis heute nicht verarbeitet habe. Ich war damals so „mutig“ und habe meinem Chef (leider!) von meinen Problemen mit einer Kollegin erzählt. Diese hat dann allerdings alles abgestritten und mich vor allen als „Lügnerin“ hingestellt. Das werde ich nie im Leben vergessen. Bevor ich den Mund aufmache, überlege ich es mir jetzt doppelt und dreifach. Aber wie gesagt, im Institut gibt es genug Beweise, dass ich die Wahrheit gesagt habe!
Jane
Geändert von JaneCooper (19.12.2010 um 02:55 Uhr)
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20.12.2010, 00:16
Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS
#350
Hallo zusammen,
heute war ein absolut „kaputter Gammel-Tag“, dank des Wetters konnten wir gar nicht vor die Türe. Wir sind hier mächtig eingeschneit und die Gehwege sind zum Teil auch gefroren. Ich darf jetzt noch gar nicht an morgen Früh denken, aber irgendwie werde ich mich zur Arbeit „durchschlagen“ müssen. Diese 4 Tage werde ich auch noch rumkriegen. Zum Glück haben wir ja eh Gleitzeit, da ist es nicht so schlimm, wenn man ein paar Minuten später kommt. Obwohl, unsere Gleitzeit geht bis 9 Uhr, so spät bin ich eh noch nicht dran gewesen. Wenn ich erst um 8 Uhr im Büro bin, dann ist es für mich schon super spät, aber bei diesem Wetter ist natürlich alles möglich. Aber länger Arbeiten geht bei mir ja trotzdem nicht, morgen Nachmittag habe ich ja wieder Wassergymnastik (und anschließend werde ich wieder so einige Bahnen Schwimmen), darauf freue ich mich jetzt schon. Ich hoffe eh, dass ich (bezüglich des Wetters) pünktlich im Institut bin.
Schmerzmäßig geht es mir heute so richtig gut, ich spüre so gut wie nichts. An solchen Tagen bin ich dann immer stolz, dass ich die Therapie (zumindest weitestgehend) durchhalte. Meinen Rücken habe ich heute gar nicht gemerkt, am rechten Oberschenkel ist zwar ein neuer blauer Fleck, aber auch den habe ich kaum gespürt, das einzigste, was ich zeitweise nicht durch Schmerzen, aber durch ein Ziehen spüre, das ist der Knubbel am rechten Knöchel. Aber ich finde, er ist im Moment deutlich dünner geworden und die Schmerzen bei Weitem weniger als in den letzten Wochen. Ich weiß zwar nicht, wie ich gestern die Massage bzw. den Druck auf dieser Stelle ausgehalten habe, aber ich bin froh, dass ich es eine Zeitlang geschafft habe. Ich habe dabei zwar so einige Male ziemlich kräftig gezuckt und hätte den Fuß auch am liebsten mehrmals weggezogen, aber mein Masseur hat immer wieder auf mich eingeredet und hat versucht, meine Gedanken „vom Schmerz wegzulenken“, so dass ich es tatsächlich relativ lange ausgehalten habe. Und heute, bei dieser deutlichen Schmerzlinderung, bin ich wirklich froh darüber, dass ich es so lange ausgehalten habe!! Obwohl, ob ich es jetzt jedes mal aushalten werde, das ist natürlich ein ganz anderes Thema!
Vorhin habe ich mit meiner Mutter telefoniert (sie traut sich bei diesem Wetter auch nicht raus) und wir haben u. a. über meine Behandlung gesprochen (sie hat mich danach gefragt, wie die Massage gestern gelaufen ist), insbesondere über meine aktuellen Bein-Schmerzen. Sie war ja bei den Terminen bei dem letzten Orthopäden dabei. Nicht, dass jetzt hier jemand denkt, wieso ich in meinem Alter noch meine Mutter mit zu solchen Terminen nehme, bei den anderen, vorherigen Orthopäden war ich alleine. Aber zum einen ist meine Mutter bei diesem Orthopäden seit Jahren in Behandlung (mit ihren künstlichen Hüften) und da ich auf einen „eigenen“ Termin so einige Wochen hätte warten müssen, hat sie mich halt einfach mit zu ihrem eigenen Termin genommen. Ganz davon abgesehen, so nervös und ängstlich, wie ich war, hat mir in diesem Moment ihre „seelische Untersützung“ sehr gut getan. Außerdem hat sie später selber zu mir gesagt (auch vorhin noch am Telefon), wenn ich ihr so von dem Gespräch erzählt hätte, dann hätte sie nur die Hälfte „geglaubt“ bzw. hätte gedacht, dass ich nicht richtig zugehört habe und die Hälfte „falsch verstanden“ hätte. Deswegen war es auf jeden Fall sehr gut, dass sie mit dabei war.
Meine Mutter erkundigt sich zur Zeit bei den verschiedensten Leuten, ob mir irgendeiner einen guten Orthopäden empfehlen kann. Auch sie hatte das Gefühl, dass mir der Orthopäde gar nicht richtig zugehört hat. Die Schmerzen im Bein habe ich ja schon seit einigen Jahren und ich habe ihm erzählt, dass ich im Sommerurlaub (in London) vor Schmerzen zum Teil nicht mehr Laufen konnte. Daraufhin meinte er nur, „Dann machen sie halt regelmäßig KG“. Und was ist, wenn man vor Schmerzen (und wegen der ständigen Krämpfe) einen Großteil dieser Übungen gar nicht ausführen kann? Die KG-Verordnungen, die ich ja immer von meinem Internisten bekomme, die beziehen sich ausschließlich auf den LWS-Bereich (er hat den Text vom MRT-Bericht abgeschrieben). Und wenn dann z. B. bei der „Brücke“ oder bei Übungen mit dem großen Ball meine Beine total anfangen zu zittern und die Physiotherapeuten sagen „Ihre Muskeln sind zu schwach, Sie müssen mehr zur Stabilisierung machen“, dann kriege ich jedes Mal zu viel und Frage mich, was mache ich hier eigentlich und wozu das Ganze?
Ich habe im Moment das Gefühl, als würde ich total „auf der Stelle treten“. Abgesehen davon, dass die ständigen Krämpfe etwas nachgelassen haben und ich auch etwas mehr Kraft in den Armen habe, bezüglich Bauch-/Rücken- und Beinmuskeln merke ich keine wesentlichen Fortschritte. Und das zieht mich im Moment total runter. Ich habe im Moment die „Phase“, vor der ich während der Reha schon Angst hatte (dass sie so schnell kommen würde, damit habe ich allerdings nicht gerechnet). Ich hatte die ganze Woche über Depressionen, das heißt nicht, dass ich von morgens bis abends nur weinen würde, aber aus den verschiedensten Anlässen (egal, wie klein sie waren) fing ich immer mal wieder an zu weinen, im Prinzip zu jeder Tageszeit. Es gab ein paar schöne Zeiten (innerhalb der letzten Woche), zu denen ich sogar total gelacht habe, aber die Depri-Zeiten waren leider bei Weitem mehr. Dazu kommt natürlich auch noch das Wetter, bei dem ich mich auch sehr schlecht Aufraffen kann. Und wenn man dann gar kein Vorwärtskommen in der Therapie mehr hat (bezüglich der Muskelstabilisierung und Kräftigung), dann hat man zu gar nichts mehr Lust. Und so soll es jetzt mein Leben lang weitergehen??? Das kann ja „heiter“ werden...
Dazu kamen in der letzten Woche ein paar Situationen in den unterschiedlichsten Bereichen (auf die ich hier nicht näher eingehen werde), in denen ich mich mächtig „überflüssig“ und „im Wege“ gefühlt habe. Nein, es betrifft nicht alle Lebenssituationen, es gab bzw. gibt auch Menschen (einschließlich mein Freund natürlich), die mir durchaus das Gefühl geben, das ich nicht „im Wege bin“ und dass ich akzeptiert werde. Ich wünschte nur, dass sich das dann auch auf andere Bereiche beziehen würde.
Nach dem Gespräch, dass ich gestern mit dem Chef des Instituts hatte und das mir wirklich unangenehm war (es hat mich sehr beschäftigt), hatte ich letzte Nacht zum ersten Mal einen Alptraum von diesem Institut (ich werde natürlich trotzdem dort in Behandlung bleiben, ich verstehe mich ja mit allen Angestellten sehr gut und nur wegen einem Alptraum werde ich keinen Rückzug antreten). Ich habe geträumt, dass ich Samstags dort unter der Heißluft liege und plötzlich eine der Damen kommt und zu mir sagt, dass der Terminplan durcheinander geraten ist und die Heißluft jetzt für jemand anders benötigt wird und ich deswegen gehen soll (das würde in Wirklichkeit ganz bestimmt so nicht passieren). Als ich wachgeworden bin, war ich zuerst vollkommen durcheinander und es dauerte eine Weile, bis ich wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Ich habe nur gedacht, wenn ich dort jetzt auch noch „im Wege bin“, wie soll es dann weitergehen? Aber ich weiß, das war wirklich reines „Kopfkino“ (das Gefühl, dass ich dort akzeptiert werde, das gibt mir dort wirklich jeder). Dieser Traum ist mit Sicherheit durch das Gespräch mit dem Chef bzw. den KG-Terminen „passiert“. Ja, solche „Situationen“, solche Gespräche beschäftigen mich halt immer sehr intensiv und ich verarbeite dann alles auf meine „Art und Weise“ in den Träumen, das war schon immer so. Und so „seltsam“, wie der Chef auf die KG-Termine (die ich bisher nicht hatte) reagiert hat, da fühlte ich mich total „übersehen“.
Letzte Woche habe ich mir „selber“ zu Weihnachten 2 neue CD’s geschenkt. Ich habe sie bereits auf den MP 3-Player überspielt, um mich mal wieder mehr zum Fahrrad fahren zu animieren. Ich hoffe, dass ich nach Weihnachten die schlimmsten Depressionen wieder etwas besser im Griff habe, mit diesem ständigen Auf und Ab der Gefühle ist es alles andere als einfach. Ansonsten werde ich ab Anfang Januar in den beiden Selbsthilfegruppen so richtig einsteigen (das habe ich ganz fest eingeplant) und mich auch weiterhin auf die Suche nach einer oder einem Psychotherapeuten (oder Psychologen) machen. Ich glaube nicht (das haben mir inzwischen schon mehrere gesagt, die davon auch Kenntnisse haben), dass ich es ganz alleine wieder in den Griff kriegen werde, dafür habe ich es jetzt schon zu lange und zu intensiv. Ob ich in meiner Therapie von Frauen oder Männern behandelt werde, das ist mir völlig egal, ich kann zu beiden absolutes Vertrauen Aufbauen, Hauptsache mir wird überhaupt vernünftig geholfen. Ich habe in der letzten Zeit (innerhalb des letzten Jahres) mehr als genug negative Erfahrungen im Rahmen meiner Behandlung gesammelt (was Ärzte, Physiotherapeuten und zuletzt die Psychotherapeutin betrifft), mir reicht es langsam, irgendwann muss meine „Pech-Strähne“ doch endlich mal Abreißen (Hoffentlich!!).
Jane
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