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  1. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #521
    JaneCooper
    Hallo,

    heute Mittag war ich zur KG, ja, ich hatte wirklich KG. Und egal, ob sie (also die Physiotherapeutin) diese Berichte liest oder nicht, hiermit möchte ich mich nochmals bei ihr bedanken (was ich vorhin auch schon persönlich gemacht habe). Zum einen, dass sie für mich heute mal wieder etwas länger geblieben ist. Ich hatte ja nicht zum ersten Mal bei ihr KG und jedes Mal, wenn ich bei ihr habe, muss sie extra ein paar Minuten länger bleiben, weshalb ich auch schon ein schlechtes Gewissen habe, aber ich bin froh, dass ich zumindest heute (was diese Woche betrifft) vernünftige KG hatte.

    Zum anderen aber auch, weil ich selber ein Vorurteil ablegen muss. Ich habe immer gedacht, wenn jemand (also ein Physiotherapeut) KG in Vertretung machen muss, dann wäre es für ihn (oder natürlich sie) mehr oder weniger "lästig" und man würde dann halt 08/15-Übungen durchziehen, Hauptsache man macht mit dem Patienten irgendwelche Übungen. Davon kann zumindest bei dieser Physiotherapeutin aber gar keine Rede sein. Ganz im Gegenteil, im Laufe der Zeit war ich zwar schon hin und wieder bei ihr, aber so oft nun auch wieder nicht. "Trotzdem" hat sie sich mit mir bzw. meinen Problemen beschäftigt und setzt ihre Übungen auch ganz gezielt ein (nichts mit "08/15"). Ganz abgesehen davon, dass sie auch sehr viel Abwechslung in den Unterricht bringt. Klar, manche Übungen wiederholen sich natürlich, was ja auch richtig ist, damit eventuelle Fehler korrigiert werden können, aber grundsätzlich habe ich bis jetzt jedes Mal, wenn ich bei ihr hatte, neue Übungen und neue Bewegungsabläufe kennengelernt. Dass nicht alles sofort perfekt klappt, das ist ganz klar, wenn ich alle Übungen richtig könnte, dann könnte ich mir die ganze Therapie sparen.

    Heute waren wir an der Sprossenwand, das heißt, eigentlich sollte die Sprossenwand nur zum Festhalten dienen. Dieses Vorhaben hat bei mir jedoch nicht geklappt. Wenn die Sprosse ein Luftballon gewesen wäre, dann wäre er mit Sicherheit schon nach kurzer Zeit geplatzt, so intensiv habe ich mich daran festgehalten (und zugedrückt ohne Ende, aber anders konnte ich mich nicht halten).

    Die Übungen waren eine "Mischung" aus den Beinübungen von der Wassergymnastik und der Gleichgewichtsübung, die ich letztens während des "Personal-Trainings" mit dem anderen Therapeuten geübt habe. Mit anderen Worten auf einem Bein stehen und mit dem anderen Bein verschiedene Bewegungen durchführen. Dazu bekam ich dieses Theraband um den jeweiligen Fuß (natürlich wie immer im Wechsel) und das andere Ende wurde relativ straff um die unterste Sprosse gebunden. "Eigentlich" sollte ich dabei dann auch noch auf eine gerade Körperhaltung achten, also geraden Rücken, Bauch anspannen und Schulterblätter nach hinten. Aber dann auch noch gleichzeitig auf das Gleichgewicht achten und die Übung vernünftig durchführen, das war in diesem Moment für mich ein bisschen zu viel, so dass sie meine Haltung so einige Male korrigieren musste.

    Wenn ich dabei (auf dem rechten Bein stehend) das Körpergewicht möglichst weit rechts hatte, dann konnte ich mich einigermaßen halten und die Hände auch relativ locker lassen. Sie hat mich dann jedoch ständig korrigiert, dass ich wesentlich weiter nach links sollte, und dann war es bei mir völlig aus und ohne mich "fest zu klammern" hätte ich so keine Sekunde lang ruhig stehen bleiben können, wäre sofort nach links rüber gekippt.

    Dieses Stehen ging mächtig in die Oberschenkel. Insgesamt musste ich auf jeder Seite etwa 10 Minuten lang stehen. Dass ich Probleme mit den Oberschenkeln habe, davon habe ich ja schon häufig geschrieben und dafür war diese Übung dann auch, obwohl ich die ziehenden Schmerzen eigentlich immer im vorderen Bereich habe und während dieser Übung wurden die ziehenden Schmerzen im hinteren Bereich von Minute zu Minute stärker. Zwischendurch habe ich deswegen auch mal ganz kleine Pausen eingelegt, wenn die Schmerzen in Stiche übergingen und ich es kurzzeitig nicht mehr aushalten konnte. Einmal kurz etwas ins Knie gehen und das Bein ausschütteln und dann ging es auch schon weiter.

    Wie gesagt, im Prinzip waren es die Bewegungsabläufe, die die Anderen montags bei der Wassergymnastik immer mit der großen Nudel unter dem Fuß durchführen. Also mit dem Bein vor und zurück, zur Seite und wieder ran und dann auch noch den Fuß so hoch wie möglich Richtung Po ziehen. Und natürlich alles mit diesem kurzen Theraband. Die ersten beiden Übungen fand ich noch "relativ" einfach, obwohl, umso öfter man sie durchführt, umso schwerer wird es und umso heftiger habe ich dann jeweils auch beide Oberschenkel gemerkt. Aber am heftigsten fand ich die letzte Übung, den Fuß zum Po hochzuziehen. Bei den ersten Versuchen habe ich wirklich gedacht, dass das Band viel zu straff ist, dass ich den Fuß niemals hochbekommen würde. Aber mit sehr viel Anstrengung habe ich es dann schließlich doch geschafft, mit Sicherheit zwar nicht "perfekt", aber so hoch, wie ich es schaffen konnte.

    Diese Übung ging wirklich in beide Oberschenkel. Zum einen in das jeweilige Standbein, da sie mich ja ständig verbessert hat und ich mich dadurch andauernd am "ausbalancieren" war und auch in den Oberschenkel vom "arbeitenden" Bein, und das sogar sehr heftig, weil es diese Übungen (die letzte halt ganz besonders) mächtig in sich hatten. Sie wusste zum Teil auch gar nicht, worauf sie bei mir mehr achten sollte. Diese Übung betraf halt so viele Faktoren. Gerade Rücken, Bauch, Schulterblätter, gerade Körperhaltung (dass ich im ganzen nicht zu weit zur Seite ging) und nicht zu vergessen die richtige Ausführung der Übungen mit den Beinen. Ja, da hat sie dieses Mal wirklich eine sehr schwere Übung für den ganzen Körper ausgesucht, die es total in sich hatte.

    Bei dieser Übung hatte ich übrigens keine "Schokoladenseite", beide Seiten fand ich gleich schwierig. Egal, ob rechts oder links das Standbein war und egal, mit welchem Bein ich die Übungen durchgeführt habe. Danach taten dann vorübergehend beide Oberschenkel hinten ziemlich weh, aber das war wohl mehr ein typischer Muskelkater (das blieb ja auch nicht aus).

    Als Abschluss wollte sie dann noch kurz mein Gleichgewicht testen und ich sollte mich auf dieses "Wackelbrett" stellen. Dort gibt es 3 Varianten und sie hat eigentlich schon das einfachste ausgewählt, aber sobald ich den "festen Boden" unter den Füßen verliere und es uneben wird, dann fange ich sofort an mit den Füßen und Zehen zu "zappeln" und versuche ständig, mich so gut es geht auszubalancieren. An ein ruhiges Stehen ist dann nicht im geringsten mehr zu denken.

    Eigentlich wollte ich, insbesondere auch wegen dem schönen Wetter, nach Hause laufen. Aber da sich meine Beine wie Blei angefühlt haben und ich noch dachte, wer weiß, wann ich heute dann zu Hause bin (ich wäre garantiert deutlich langsamer gelaufen), bin ich dann schließlich in die Straßenbahn gestiegen. Heute Nachmittag sind wir dann noch zusammen Einkaufen gefahren (weil mein Freund morgen Arbeiten muss) und anschließend fühlte ich mich so k. o., dass ich mich etwas hingelegt habe. Danach konnte ich mich dann allerdings so gar nicht mehr zum Sport aufraffen (eigentlich wollte ich noch Fahrrad fahren), stattdessen habe ich mir einen ruhigen Lese- und Fernsehabend gegönnt.

    Schmerzmäßig geht es mir im Moment relativ gut. Im Rücken habe ich Zeitweise das typische Ziehen, aber noch völlig im "grünen Bereich", so dass ich es sehr gut ignorieren kann. Die Oberschenkel merke ich nach wie vor (so wie die ganzen Tage schon), das heißt, heute Abend kommt es mir etwas weniger schmerzhaft vor als an den letzten Tagen, vielleicht hat die Muskelanspannung vorhin ja auch schon mal etwas geholfen. Am schlimmsten sind im Moment mal wieder die Füße, unter beiden kompletten Fußsohlen habe ich ein kräftiges Spannungsgefühl, das zum Teil sehr schmerzhaft ist und auch in stechende Schmerzen übergeht. Das nervt mich unwahrscheinlich. Hoffentlich kriege ich das im Laufe der Zeit etwas besser in den Griff.

    Aber ich sage mal so, wenn die Rückenschmerzen dauerhaft in dieser jetzigen Stärke bleiben würden, damit könnte ich sehr gut leben und es auch immer wieder sehr gut ignorieren und verdrängen. Allerdings, so wie ich meinen Körper bisher kenne, wird das mit Sicherheit nicht der Fall sein. Es wäre natürlich super schön, aber so naiv und so optimistisch bin ich dann leider wirklich nicht. Ja, und die Schmerzen in den Oberschenkeln, die können zum Teil mächtig nerven. Hoffentlich kriege ich das auch noch ein bisschen besser in den Griff.

    Jane

  2. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #522
    JaneCooper
    Hallo,

    heute Mittag war ich ja zur Massage und was soll ich sagen, mir geht es heute Abend mal wieder so richtig gut. Eigentlich wollte ich heute Mittag zum Institut laufen, die Sonne schien und es war angenehm warm. Wie ich letzte Tage schon geschrieben habe, ist in unserer Straße eine Großbaustelle und zur Zeit werden jetzt auch noch die Schienen komplett ausgewechselt, so dass auch keine Straßenbahn mehr fahren kann. Dafür werden vorübergehend Busse als Schienenersatzverkehr eingesetzt, die sich jedoch nicht ganz an den eigentlichen Fahrplan halten. Deswegen wollte ich eigentlich besser laufen, um rechtzeitig im Institut zu sein. Meine Beine haben mir jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Beide Oberschenkel taten so unwahrscheinlich weh, dass ich so zu Humpeln anfing, dass ich lieber das Risiko eingegangen bin und dann doch auf den Bus gewartet habe. Er kam dann zwar mit etwas Verspätung, aber ich war trotzdem relativ pünktlich im Institut.

    Nach der Massage war es dann wieder ein Unterschied wie "Tag und Nacht", die Schmerzen waren wieder weg und den Rückweg habe ich dann komplett zu Fuß zurückgelegt. Heute Abend bin ich dann sogar noch Fahrrad gefahren (auf dem Hometrainer), diese Schmerzfreiheit musste ich einfach ausnutzen. Ich bin in 35 Minuten 8 Kilometer gefahren, heute mal mit einer anderen Schwierigkeitsstufe. Sonst habe ich den Schalter für den, ich nenne es jetzt mal "Gegendruck der Pedale", immer auf Stufe 1 gelassen, heute habe ich ihn zum ersten Mal auf Stufe 2 gestellt. Das war zwar etwas schwieriger, so als wenn man eine leichte Steigung hochfährt, aber ich konnte trotzdem meine übliche Geschwindigkeit beibehalten. Ja, und jetzt genieße ich weiterhin die Schmerzfreiheit.

    Allerdings musste ich für diese Schmerzfreiheit während der Massage auch mal wieder so einiges aushalten. Zum Glück haben wir uns dabei so wie immer sehr intensiv unterhalten, so dass ich zum größten Teil sehr gut abgelenkt war. Ich bin immer wieder überrascht darüber, wie vielseitig er ist, über wie viele verschiedene Themen wir immer wieder ins Gespräch kommen. Dadurch hat er dann natürlich auch gemerkt, wenn ich zu still geworden bin, wenn es mächtig schmerzhaft geworden ist und ich die Luft angehalten habe. Er hat mich dann auch immer sofort auf die Atmung angesprochen. Naja, immerhin ist mein Kreislauf heute sehr stabil geblieben.

    Was ich an seiner Vorgehensweise auch immer wieder gut finde, das ist, dass er meistens nicht kurz hintereinander (ich meine jetzt nicht während einer Massage, sondern von Massage zu Massage Mittwochs und Samstags) an die gleichen schmerzhaften Stellen geht, sondern die "Schwerpunkte" von Termin zu Termin ändert. An den Armen (wo letzte Woche die Stelle am Daumen so weh tat) war er heute gar nicht und am Schulterblatt, wo ich am Mittwoch die Schmerzen hatte, da war er heute ebenfalls nicht, diese Stellen kommen demnächst erst wieder gründlicher dran (nach einer schmerzhaften Stelle muss ich vor der nächsten Massage bezüglich dieser Stelle keine Angst haben, denn diese Stelle kommt dann eh erst später wieder dran). Dafür gab es heute andere Schwerpunkte, die nicht unbedingt schmerzfreier gewesen sind, zum Teil eher ganz im Gegenteil.

    Wie ihr ja wisst, habe ich im gesamten unteren Rückenbereich große Probleme, mittig, an der LWS sowieso, aber auch rechts und links davon. Auf der rechten Seite hatte ich schon große Probleme, diese Schmerzen auszuhalten, es war zwar hart an der Schmerzgrenze, aber es ging noch so eben.

    Aber dann kam die linke Seite und es wurde total peinlich. Irgendwie habe ich dort im Moment eine extreme Verspannung und Verkrampfung. In dem Moment, als er dort mit dem üblichen Druck draufdrückte, war es so ein Gefühl, als wenn er einen stumpfen Nagel in den Nerv geschlagen hätte. Ich habe total laut aufgeschrien, viel lauter und heftiger als es sonst bei mir der Fall ist (heute hätte ich wirklich eine schalldichte Kabine gebrauchen können!), das war mir zwar super peinlich, aber in diesem Moment konnte ich wirklich nicht anders, mit einem so heftigen Schmerz hatte ich nicht im geringsten gerechnet. Er hat dann zwar nochmals mit sanftem Druck den Bereich abgetastet (und mit Schmerzbalsam eingerieben, die Stelle ist total hart), aber länger habe bzw. hätte ich ihn heute dann auch nicht mehr an diesen Bereich gelassen. Das war mir heute definitiv zu heftig und schmerzhaft. Dass er demnächst wieder an diese Stelle gehen wird, das ist mir schon völlig klar, immerhin gehört diese Stelle eh zu den "Standard-Stellen", die bisher zu jeder Rückenmassage dazu gehörten.

    Danach kam dann schmerzmäßig die linke Wade. An die Stelle an der Innenseite habe ich mich (mehr oder weniger) gewöhnt, sie ist zwar immer extrem schmerzhaft, aber mit ein bisschen Ablenkung kann ich es inzwischen "relativ" gut aushalten. Dann griff er jedoch plötzlich zur anderen Seite rüber, also an die Außenseite der linken Wade und auch das war verdammt heftig. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie hat mich dieser Schmerz in diesem Moment an die Akupunktur erinnert, als der Arzt mir die heiße Nadel (es war wirklich eine heiße Nadel, er hat sie vorher unter die Rotlichtlampe gehalten) in den Rücken gesteckt hat. Für mich war dieser Schmerz so heftig, als wenn er sie genau in den Nerv reingesteckt hätte. Ich weiß noch, wie ich damals (September 2009) aufgeschrien habe und mir sofort die Tränen kamen und der Arzt dann meinte, sehr gut, dann habe ich ja die richtige Stelle getroffen. Das musste ich dann 30 Minuten lang aushalten, jede Bewegung mit den Nadeln im Rücken tat zusätzlich weh und durch die Rotlichtlampe über meinem Rücken wurden die Nadeln immer heißer und der Schmerz immer intensiver, so dass mir nur noch die Tränen liefen. 8 Mal habe ich diese Behandlung ausgehalten, geholfen hat sie nicht im geringsten und ich habe sie dann schließlich (nach Rücksprache mit der Krankenkasse) abgebrochen. Ich weiß, dass viele Menschen auf Akupunktur schwören und es vielen auch geholfen hat, aber nach diesem Erlebnis, nach dieser Erfahrung werde ich mich dazu ganz bestimmt nicht mehr bereit erklären. Auch das ist mit ein Grund, weshalb ich bisher bei keiner Schmerzambulanz gewesen bin. Wer weiß, welche Therapien dort dann vorgeschlagen werden und wenn ich direkt alles abblocke, das macht ja auch keinen allzu guten Eindruck.

    Dafür habe ich die Füße heute "relativ" gut ausgehalten, aber halt nur relativ. Wenn ich eine Stelle mal ein bisschen besser aushalte, wenn der Schmerz nicht ganz so heftig ist, dann macht er sich sofort auf die "Suche", tastet sämtliche möglichen Stellen ab und wird bei mir garantiert an einer anderen Stelle auch fündig. Ich habe mehr als genug schmerzhafte Stellen, eine weitere Stelle zu finden ist bei mir gar kein Problem. Ansonsten hatte ich dort halt die gleichen Schmerzen und Probleme, mit denen ich in diesem Bereich Woche für Woche "kämpfen" muss. Aber da ich diese Problemstelle ja inzwischen zur genüge kenne, reiße ich mich immer so gut es geht zusammen und versuche, es so gut und so lange es geht auszuhalten, obwohl ich es nicht immer gleichermaßen schaffe.

    Die Oberschenkel waren dann natürlich auch mal wieder sehr heftig, womit ich (nach den vorherigen Schmerzen) aber auch gerechnet habe. Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, es heute insbesondere an den Knubbeln endlich mal bis zum Schluss auszuhalten, habe auch so lange wie möglich "gekämpft", aber dann war es schließlich doch aus und ich konnte nur noch Stopp sagen. Diesen Schmerz kann ich einfach nicht über eine längere Zeit aushalten.

    Als ich später dann auf dem Rücken lag, hatte ich in den ersten Minuten noch mit dem "Restschmerz" vom unteren Rücken zu kämpfen. Dieser Schmerz ging dann zum Glück nach und nach wieder weg.

    Das rechte Bein war dann "durchschnittsmäßig", Stellenweise sehr schmerzhaft, so dass ich mächtig kämpfen musste, aber nicht ganz so heftig, wie in den letzten Wochen. Immerhin habe ich heute dabei keinen Krampf im Fuß bekommen, war also nicht ganz so verspannt und verkrampft dabei. Am Oberschenkel habe ich es meinem Masseur dann etwas schwerer gemacht. Oberhalb mittig habe ich eine harte Stelle, die ich jetzt selber als Laie noch fühlen kann. Als er darauf drückte, tat es sehr heftig weh und ich nahm automatisch das Handtuch, mit dem ich immer etwas zugedeckt bin, und zog es über das Bein. Völlig aus dem Reflex, aus dem Schmerz heraus. Es war für mich dann eine unwahrscheinliche Überwindung, ihn trotz der Schmerzen an das Bein zu lassen. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, immerhin bin ich auch in diesem Bereich im Moment schmerzfrei. Diese verhärtete Stelle ist zwar da, bereitet aber zum Glück keine Schmerzen (nur bei Druck und ich werde mich hüten, selber darauf zu drücken).

    Das linke Bein war dann schon etwas heftiger. Er hat dort einige sehr schmerzhafte Punkte getroffen (Unterschenkel, Knie und Oberschenkel), so dass ich mehrmals, völlig aus dem Reflex heraus, total zusammen gezuckt bin und das Bein etwas hochgezogen habe. Dagegen kam ich nicht im geringsten an. Immerhin ist der linke Fußrücken soweit wieder in Ordnung, wo ich letztens die extreme Druckempfindlichkeit hatte. Er hat den Bereich abgetastet und es hat mir nichts im geringsten ausgemacht, wenigstens etwas.

    Der linke Oberschenkel wurde dann nochmals extrem heftig. Insbesondere an der Innenseite musste ich total aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr verspanne, da ich in diesem Moment im linken Fuß einen leichten Krampf bekam. Aber das war wirklich nur ein ganz leichter. Ich habe sofort die Zehe etwas bewegt und der Krampf ließ wieder nach.

    Ja, nachdem ich dann 10 Minuten völlig entspannt gelegen habe (was super gut getan hat), bin ich dann mal wieder völlig schmerzfrei nach Hause gelaufen, ein herrliches Gefühl. Dafür hat sich die Massage auf jeden Fall voll und ganz gelohnt!!

    Jane
    Geändert von JaneCooper (05.06.2011 um 04:33 Uhr)

  3. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #523
    JaneCooper
    Hallo,

    HILFE, ich bin total verbrannt, habe den Sonnenbrand meines Lebens. Naja, im Laufe meines Lebens hatte ich schon so einige, aber dieser hat es wirklich in sich. Das komplette Gesicht, Dekoltee, die Schultern und der Nacken sind knallig bzw. dunkel rot. Das brennt und spannt sich unwahrscheinlich und der Juckreiz (wahrscheinlich von der extrem fetthaltigen Creme, mit der ich mich großzügig eingerieben habe) ist vom Feinsten. Kratzen ist aber nicht angesagt, das tut noch viel mehr weh.

    Dabei war der heutige Tag super schön. In unserer Stadt war heute eine größere Veranstaltung, an der ich unbedingt teilnehmen wollte. Ich weiß nicht, ob ihr die Polizisten "Toto und Harry" aus Bochum kennt, man sieht sie sehr häufig im Fernsehen und ich finde ihre Sprüche und Kommentare absolut klasse. Über ihre kuriosesten Fälle und auch sonstigen Begebenheiten haben sie inzwischen mehrere Bücher herausgebracht, die ich auch alle habe. Bei dieser heutigen Veranstaltung stand nun eine Autogrammstunde mit den Beiden auf dem Plan. Ich hatte es mir fest in den Kopf gesetzt, mir die letzten beiden Bücher dort signieren zu lassen (was ich auch getan habe!).

    Als wir losgegangen sind, wehte ein leichter Wind und laut Wetterbericht war für den Nachmittag eine Sturmwarnung angesagt (was hier am Nachmittag auch tatsächlich eingetreten ist). Deswegen habe ich, als wir heute Mittag losgegangen sind, auch nicht im geringsten an Sonnencreme gedacht. Ganz im Gegenteil, ich "Frierpitter", habe zunächst noch eine Jeansjacke angezogen, die ich jedoch nach bereits etwa 10 Minuten wieder ausgezogen habe. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit war heute vom Feinsten, selbst für mich schon extrem und das will wirklich was heißen! Ich hatte heute nur ein sehr locker sitzendes T-Shirt an, so dass die Schultern usw. halt überwiegend unbedeckt waren.

    Bei dieser Veranstaltung haben wir uns dann etwas zu Trinken geholt und haben uns dort gemütlich hingesetzt. Bevor Toto und Harry kamen spielte eine Band tolle Lieder aus den 80'er-Jahren, die ich alle kannte, und während dieser Zeit habe ich mich in aller Ruhe gesonnt (mit einem so heftigen Sonnenbrand habe ich in diesem Moment nicht im geringsten gerechnet). Nach einer kurzen "Aktion" auf einer Bühne begann dann die Autogrammstunde, wobei ich es irgendwie geschafft habe, direkt in dem ersten Rutsch dabei zu sein (das war aber purer Zufall, ich stand halt gerade günstig, die Autogrammstunde dauerte letztendlich über eine Stunde). Persönliche Fotos mit den Beiden waren leider ungünstig, dafür war die Schlange der Wartenden viel zu lang. Aber mein Freund stand schräg hinter mir und hat von den Beiden und mir Fotos gemacht, während ich auf die Autogramme gewartet habe. Die Beiden waren total locker und natürlich, haben sich sofort meine Bücher geschnappt und persönliche Widmungen reingeschrieben. Darüber habe ich mich wirklich gefreut und schon alleine dafür hat sich dieser Tag für mich gelohnt (Tja, ein Fan ist halt ein Fan... Grins).

    Insgesamt waren wir rund 2 Stunden draußen unterwegs. Als wir wieder zu Hause waren, habe ich mich ein Stündchen hingelegt. Das Laufen in der Hitze war anstrengender als ich dachte. Als ich dann wieder aufgestanden bin und "zufällig" in den Spiegel geguckt habe, bekam ich den Schock meines Lebens. Ich glaube, so ein rotes Gesicht habe ich noch nie gehabt. Danach fielen mir dann erst die anderen Stellen so richtig auf. Seitdem habe ich mich inzwischen mehrmals dick eingecremt. Das heißt, im Nacken muss mein Freund mir jedes Mal helfen. Das gleiche Problem, das ich während der KG habe (das ich letztens beschrieben habe, dass ich mit der Stange nicht hinter den Kopf komme), habe ich auch bei alltäglichen Situationen. Ich habe große Probleme damit, mit den Händen in den Nacken zu kommen, um mich dort einzucremen. In den Oberarmen habe ich eine totale Blockade, ich komme an diesen Bereich absolut nicht ran.

    Beim Laufen auf dieser Veranstaltung (und auch beim Sitzen im Auto) wurde ich übrigens auch auf die "Problemstelle" von gestern wieder aufmerksam, an der ich während der Massage so losgeschrien habe. Dabei (beim Laufen) wurde mir dann bewusst, dass das im Prinzip die Schmerzen sind, die ich in den letzten Tagen schon hatte. Ich habe zwar immer speziell vom linken Oberschenkel gesprochen (so habe ich es gestern auch meinem Masseur beschrieben), aber eigentlich waren die Schmerzen nicht nur im Oberschenkel, sondern schon mehr im "oberen Bereich". Auf gut Deutsch gesagt, meine linke "Po-Backe" (oder wie soll ich es anders beschreiben?) tut mächtig weh und dieser Schmerz zieht beim Laufen runter in den Oberschenkel rein. Das ist bzw. war halt schon des Öfteren mein Problem, dass ich diese Stellen nicht genau beschreiben kann. Wie war das letztens mit dem Röntgenblick? Wenn mein Masseur gestern von diesen Schmerzen gewusst hätte, wäre er garantiert von vornherein vorsichtiger an diese Stelle gegangen.

    Beim Laufen, als ich zum Teil dann jeden Schritt gespürt habe, nicht super schmerzhaft, aber dennoch deutlich spürbare Schmerzen, habe ich noch so gedacht, so ungefähr muss sich eine "Nervenzerrung" anfühlen, sofern man so etwas in diesem Bereich überhaupt kriegen kann. Dieser Bereich ist zur Zeit auf jeden Fall super berührungsempfindlich und auch jetzt beim Sitzen spüre ich einen leichten Druckschmerz. Naja, öfters mal was Neues, dann kommt wenigstens keine Langeweile in die Therapie (wie war das, Humor ist wenn man trotzdem lacht?).

    Letzte Nacht habe ich an meinen Masseur gedacht. Gestern während der Massage hat er mich noch gefragt, wie es in der letzten Zeit mit Krämpfen aussehen würde. Ich habe diese Frage natürlich auf Krämpfe im Alltag oder auch während der KG bezogen (ganz bestimmt nicht auf die leichteren und relativ kurzen Krämpfe, die ich schon mal während der Massage habe) und habe gesagt, dass ich das in der letzten Zeit zum Glück im Griff habe. Letzte Nacht wurde ich dann plötzlich wach und hatte in der rechten Wade einen Krampf. Ich habe mich dadurch so verspannt, dass ich im rechten Fuß ebenfalls einen Krampf bekam. Echt voll super..!!

    Die Füße habe ich heute zum Glück den ganzen Tag über nicht gespürt, aber in der rechten Wade ist seit dem Krampf ein leichtes Spannungsgefühl geblieben, das ich jedoch, im Vergleich zu den Schmerzen im linken Oberschenkel, sehr gut ignorieren kann.

    Morgen freue ich mich schon wieder auf die Wassergymnastik. Das heißt, ich freue mich auf die Gruppe, auf das Schwimmen und das "Nudel-Training" danach und in etwa auf die ersten 10 bis 15 Minuten des Trainings. Das ist die Zeit mit den "allgemeinen" Übungen, bei denen ich immer gut bis sehr gut mitkomme. Aber dann kommen halt immer die Übungen, für die meine Kraft bei Weitem noch fehlt. Und wenn man dann alles nur noch "andeuten" kann, aber nicht mehr vernünftig mitmachen kann. Das ist zum Teil wirklich etwas deprimierend. Ich weiß zwar, dass mein Physiotherapeut alles versuchen wird, um mich in dieser Gruppe zu halten (wir haben darüber ja schon ein paar Mal gesprochen), aber trotzdem ist es für mich immer wieder ein blödes Gefühl, wenn ich bei manchen Übungen absolut nicht mithalten kann. Wenn ich vorher schon weiß, dass diese Übungen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit kommen werden und sie dann wirklich wieder angesagt werden (große Nudel unter den Fuß und auf der Nudel sitzen wie auf einer Schaukel), dann schalte ich im Kopf irgendwie schon ab, warte darauf, dass die restliche Zeit umgeht und dass ich danach dann mein eigenes Programm durchziehen kann (also die Übungen, die ich im Laufe der letzten beiden Jahre ja ebenfalls während der Wassergymnastik kennengelernt habe). Aber wer weiß, erstmal abwarten, welche Übungen wir dann morgen tatsächlich durchführen...

    Diese Woche habe ich übrigens volles Programm. Also morgen Wassergymnastik, Dienstag mit der MS-Selbsthilfegruppe ein Grillabend (ich weiß jetzt schon, dass ich dort garantiert gebraucht werde, werde bereits fest eingeplant), Mittwoch wie üblich (KG, Massage und Schwimmen), Donnerstag mal wieder "Personal-Training", Freitag KG, Samstag Massage und am Sonntag ist hier eine weitere Veranstaltung, auf die ich mich ebenfalls freue (dazu später erst mehr).

    Bei der Selbsthilfegruppe nehme ich im Moment übrigens nur noch bei "Veranstaltungen" jeglicher Art teil (wie z. B. letztens der Geburtstag und am Dienstag halt das Grillen), an den reinen Gesprächsrunden werde ich vorerst nicht mehr teilnehmen. Meine Krankheit und die MS kann man nunmal nicht vergleichen. Ganz abgesehen davon, dass ich die einzigste in der Runde bin, die unter Depressionen leidet (ich habe mir diese Krankheit schließlich nicht ausgesucht). Die Anderen verstehen mich nicht wirklich. Alle, auch die Jüngeren, sind schon Rentner und können sich voll und ganz auf ihre Therapie konzentrieren, damit sie die Krankheit bestmöglich im Griff haben. Wenn ich dann schon mal "stöhne", dass ich abends zum Teil mächtig geschlaucht bin, wenn ich den ganzen Tag arbeiten war und abends dann noch zur Therapie, dann heißt es direkt, dass auch ich endlich die Rente einreichen soll, um mich ebenfalls voll und ganz auf die Therapie zu konzentrieren. Das habe ich aber ganz bestimmt nicht vor. Zum einen macht mir die Arbeit grundsätzlich nach wie vor Spaß (ich habe immer schon gerne gearbeitet, kann es mir nicht vorstellen, mehr oder weniger nur noch zu Hause rumzuhängen), die Arbeit, die Aufgaben lenken mich sehr gut von den Schmerzen und Problemen ab und außerdem bekomme ich durch die Arbeit (ich habe ja meinen eigenen Aufgabengebiete) das Gefühl gebraucht zu werden, was einem gerade bei Depressionen auch immer wieder sehr gut hilft. Das heißt natürlich nicht, dass ich es immer schaffe, wenn gar nichts mehr mehr, egal ob wegen Schmerzen oder Depressionen, dann nehme ich natürlich einen Krankenschein, aber solange es (so wie jetzt) einigermaßen stabil ist, möchte ich lieber Arbeiten gehen, anstatt jetzt schon eine Rentnerin zu sein.

    Jane

  4. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #524
    JaneCooper
    Hallo,

    mir geht es im Moment nicht so gut. 2 Frauen aus meiner Gruppe bei der Wassergymnastik meinten schon, ob das vielleicht kein "harmloser" Sonnenbrand wäre, sondern sogar ein "Sonnenstich". Keine Ahnung, möglich ist es.

    Die letzte Nacht war schon ganz schlimm. Bevor ich ins Bett gegangen bin, habe ich mich nochmals ganz dick eingecremt. Ich kam dann kaum zur Ruhe, weil ich zum einen die ganze Nacht über mächtig kalt war und außerdem die Augen total gebrannt haben. Eigentlich hatte ich gestern den ganzen Nachmittag über die Sonnenbrille auf, also konnte ich mir in diesem Bereich keinen Sonnenbrand geholt haben. Ich hatte schon überlegt, ob ich eventuell etwas von der Creme in die Augen bekommen haben könnte. Ich hatte schon Angst, dass ich die Augen heute morgen überhaupt nicht mehr aufbekommen würde.

    Immerhin waren die Augen heute morgen dann wieder in Ordnung, ebenso die Wangen, die Rötung in diesem Bereich ist über Nacht wieder weggegangen. Dafür ist meine Stirn (und ein bisschen die Nase) seit heute morgen am Glühen ohne Ende. Dazu kommen die Schultern. Diese Schmerzen sind vom Feinsten. Jeglicher Druck tut unwahrscheinlich weh. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich dann schon mit den Tränen gekämpft (weil ich die Tasche normalerweise immer über die Schulter hänge) und schließlich "improvisiert" und die beiden Taschen (also die Arbeitstasche und auch die Sporttasche) lieber in den Händen gehalten. Dieses Tragen fand ich zwar sehr unbequem, aber das andere Tragen war mir heute viel zu schmerzhaft.

    Tagsüber habe ich zum Teil dann auch mächtig gefroren und hatte eine kräftige Gänsehaut. Heute Abend war ich dann ja zur Wassergymnastik. Das anfängliche Abduschen war dann schon sehr schmerzhaft, als das Wasser auf die Haut prasselte. Mit am schlimmsten war dann der Badeanzug bzw. der Träger davon (die rechte Schulter ist irgendwie am meisten davon betroffen). Ich hatte die ganze Zeit über an der rechten Schulter einen Dauerschmerz, so als wenn der Träger ins Fleisch schneiden würde (was nicht der Fall ist, der Badeanzug passt sehr gut).

    Als ich in das warme Wasser gestiegen bin, musste ich mich sehr zusammen reißen, weil es im Bereich der Schultern, des Nackens und des Dekoltees mächtig gebrannt hat. Trotz viel Bewegung (auch beim anschließenden Schwimmen) habe ich es heute nicht geschafft warm zu werden. Ich habe mehrmals kräftig gezittert und hatte so einige Male eine deutliche Gänsehaut. Während des Unterrichts setzten dann auch noch Kopfschmerzen ein, die sich den ganzen Abend über (bis jetzt) hartnäckig gehalten haben.

    Das schöne an dieser Gruppe ist, dass ich dort auf jeden Fall voll und ganz dazugehöre. Auch wenn es einem nicht gut geht, kümmern sich die Anderen um einen. Normalerweise stehen wir nach dem Unterricht noch etwas zusammen und unterhalten uns über alles mögliche. Dabei haben wir auch schon viel Spaß gehabt. Heute wollte ich aber eigentlich lieber alleine sein, um mit so viel Bewegung wie möglich doch endlich mal wärmer zu werden. Ich bin mehrere Bahnen geschwommen und habe mich dann am Rand festgehalten, um so schnell wie möglich Fahrrad zu fahren. Die Anderen kamen dann aber zu mir, ich hörte die Vermutung vom "Sonnenstich" und bekam dann unzählige Tipps, wie man einen solchen Sonnenbrand schnellstmöglich wieder in den Griff bekommt (Quark, Öl, Zitrone usw.).

    Als ich danach dann noch alleine ein paar Bahnen geschwommen bin, kam nach und nach eine Übelkeit dazu. Ich gehe jedoch davon aus, dass der Hunger dabei mit eine Rolle gespielt hat. Nach dem Training bin ich dann direkt in eine "Pommesbude" und habe mir dort ein Schnitzel mit Pommes geholt. Zu Hause während des Essens wurden sowohl die Übelkeit als auch die Kopfschmerzen jedoch deutlich stärker, so dass ich das Essen schließlich stehen ließ und es mir auf dem Sessel bequem machte. Mein Zittern wurde immer intensiver, so dass ich mir eine Wolldecke geschnappt habe (ja, ich weiß, ich bin "bekloppt") und dort dann fast den ganzen restlichen Abend verbracht habe. Weil mein Kreislauf dann auch etwas runter ging, hatte ich ganz große Mühe, um doch wieder in die Gänge zu kommen.

    Die Wassergymnastik war heute "relativ" gut, etwa 20 Minuten lang konnte ich auch ziemlich gut mithalten. Ich wünschte nur, mein Physiotherapeut wäre bei der Wassergymnastik genauso flexibel und abwechslungsreich, wie er bei der KG in Einzeltherapie ja auch immer ist. Auch heute haben wir, so wie immer, wieder die Übungen mit der großen Nudel unter dem Fuß durchgeführt (die ich wie immer nur "angedeutet" habe) und auch die Übung, bei der man in dieser Nudel wie auf einer Schaukel sitzt. Heute kamen aus der Gruppe (meiner Meinung nach) eindeutige Kommentare und Reaktionen auf diese Übungen, allerdings weiß ich nicht, ob er das überhaupt so richtig registriert hat. Dass eine Übung grundsätzlich gut ist, das mag ja sein, aber es wird sicherlich auch noch andere Übungen geben, die dann genauso gut sind.

    Der Anfang war heute echt gut. Wir haben mit den kleinen Nudeln die "typischen" Bewegungsabläufe durchgeführt, also Boxen, "Hampelmann", Kreise, Paddeln usw. Dann sind wir auf der großen Nudel Fahrrad gefahren (wobei ich heute im rechten Fuß einen leichten Krampf bekam, wo ich ihn Samstag Nacht ja auch schon hatte) und haben weiterhin verschiedene Bewegungen mit den kleinen Nudeln durchgeführt. Dann kamen wieder die Bälle ins Spiel, um den Körper herum, unter den Beinen durch, um den Nacken usw. Ja, und dann kamen halt die Übungen mit der Nudel unter dem Fuß, das "Knien" auf der Nudel (die Übung von letzter Woche) usw.

    Im Moment geht es mir so einigermaßen. Mein Kopf, insbesondere die Stirn, glüht zwar immer noch, aber die Kopfschmerzen sind etwas weniger als vorhin. Auch die Übelkeit ist wieder weitestgehend weg. Der Kreislauf ist momentan wieder in Ordnung. An den Schultern merke ich noch ein kräftiges Brennen und Ziehen.

    Ansonsten geht es mir schmerzmäßig unverändert. Bis auf den Brand spüre ich den Schulter- und Nackenbereich gar nicht. Auch der LWS-Bereich ist bisher noch völlig in Ordnung. Das rechte Bein und die Füße sind bisher noch völlig schmerzfrei. Den linken Oberschenkel, oder besser gesagt den linken "Po-Bereich" spüre ich nach wie vor sehr deutlich. Ich sitze praktisch die ganze Zeit auf diesem Schmerzbereich. Beim Laufen vorhin ging es noch (ich bin mal wieder nach Hause gelaufen), die Schmerzen ziehen während des Laufens erst nach und nach so richtig in den Oberschenkel rein (umso länger ich Laufe, umso schmerzhafter wird es).

    Ich habe vorhin im Institut zufällig kurz meinen Masseur getroffen und habe ihm direkt von diesen Schmerzen erzählt. Ich möchte ja nicht wissen, was er am Samstag gedacht hat, als ich während der Massage so "losgekreischt" habe, aber dieser Schmerz war wirklich vom Feinsten und ich habe ihn vorhin deswegen schon mal "vorgewarnt", dass dieser Bereich im Moment sehr berührungsempfindlich ist. Dann weiß er auf jeden Fall für die nächste Massage am Mittwoch schon mal Bescheid.

    Jane
    Geändert von JaneCooper (07.06.2011 um 02:15 Uhr)

  5. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #525
    JürgenK
    Hallo Jane,
    auch mit so einem "harmlosen" Sonnenbrand und einer eventuellen Bindehautentzündung sollte man nicht spaßen und einen Arzt aufsuchen...denn das ist nicht "harmlos".
    Gute Besserung.
    JürgenK

  6. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #526
    JaneCooper
    Hallo,

    zunächst mal Danke Jürgen für deine liebe Nachricht. Mein Freund hat ebenfalls seit Sonntag Abend versucht, mich dazu zu überreden, besser doch mal zum Arzt zu gehen. Aber bis ich zum Arzt gehe, das dauert bei mir wirklich immer sehr lange. Wenn "gar nichts mehr geht", dann gehe ich natürlich, aber grundsätzlich versuche ich immer, solche Termine so lange wie möglich vor mir herzuschieben. Wofür gibt es schließlich Apotheken? Ich habe mir dort bereits "After-Sun"-Produkte gekauft, also höher dosierte als in "normalen" Geschäften. Außerdem hatte meine Freundin ebenfalls solche Produkte, die auch sie mir sofort mitgegeben hat.

    Mir geht es heute auch schon wieder etwas besser. Nacken, linke Schulter und Dekoltee sind zwar noch ziemlich rot, aber die Schmerzen in diesen Bereichen sind deutlich zurückgegangen. Die Nase fängt sich bereits an zu "pellen". Die Stirn ist noch mächtig rot und spannt sich ziemlich. Dort liegt der Grad zwischen Juckreiz und leichtem Schmerz noch sehr eng.

    Am schmerzhaftesten ist nach wie vor die rechte Schulter. Ich bin es nunmal gewohnt, dass ich meine Tasche grundsätzlich auf der rechten Schulter trage und kann mich nicht für ein paar Tage umgewöhnen (Macht der Gewohnheit halt). Aber dieser Bereich tut wirklich noch höllisch weh, das sind noch ganz heftige Schmerzen.

    Am schlimmsten bzw. unangenehmsten fand ich heute jedoch (abgesehen von der rechten Schulter) die Kopfhaut. Letzte Nacht habe ich dort den Juckreiz zum ersten Mal so richtig bewusst wahrgenommen. Auch dort ist es zum Teil "Feuerrot". Dieser Juckreiz ist absolut vom Feinsten. Ich könnte auch jetzt noch "stundenlang" nur kratzen, versuche mich aber so gut es geht zu beherrschen, weil das natürlich dann auch ziemlich weh tut. Das ist aber wirklich ein extrem unangenehmes Gefühl.

    Die Kopfschmerzen sind immer noch nicht wieder ganz weg. Nicht wer weiß wie heftig, aber ein Kommen und Gehen. Auf Aspirin habe ich aber lieber verzichtet, schließlich steht morgen die nächste Massage an. In der letzten Zeit hatte ich bezüglich der blauen Flecke sehr viel Glück. Bis auf ein paar kleine "Ausnahmen" im Bereich der Oberschenkel ist es in der letzten Zeit zu keinen nennenswerten Auffälligkeiten mehr gekommen und das muss ich jetzt ja nicht unbedingt "heraufbeschwören".

    Die "Zerrung", oder woher auch immer diese extremen Schmerzen im linken unteren Rückenbereich, bzw. im "Po-Bereich" gekommen sind, ist zum Glück auch auf dem Rückzug. Beim Laufen habe ich heute davon immer weniger gemerkt und der Druckschmerz ist ebenfalls deutlich geringer geworden. Ich sage jetzt nicht, dass dieser Bereich wieder völlig in Ordnung wäre, einen leichten Druckschmerz habe ich dort immer noch, aber er ist im Vergleich zu den letzten Tagen schon wesentlich besser geworden. Aber trotzdem finde ich es besser, dass ich meinen Masseur gestern schon mal darauf angesprochen habe, damit er auf jeden Fall zunächst noch etwas vorsichtiger an diesen Bereich geht.

    Ansonsten (ich meine jetzt abgesehen von den nervenden Folgen des Sonnenbrandes, meine Nase "pellt" sich im Moment ganz schön) war der heutige Tag sehr schön. Heute Abend war ich ja mit der MS-Selbsthilfegruppe Grillen und das war ein super schöner Abend. Wir saßen rund 2 1/2 Stunden zusammen, jeder hat mal mit jedem gesprochen und die Stimmung war einfach toll. Wir haben über alles mögliche geredet und es sind so tolle Sprüche und Kommentare gefallen, dass wir zum Teil mächtig Lachen mussten. Das war wirklich ein sehr schöner Abend.

    Mit dem Wetter haben wir sehr viel Glück gehabt. Eigentlich waren ja schwere Unwetter angesagt (und vorhin hat es hier auch geregnet), aber während des Zusammenseins hatten wir die ganze Zeit über einen strahlend blauen Himmel und herrlichen Sonnenschein. Ich habe mich allerdings so hingesetzt, dass ich nicht direkt in der prallen Sonne saß. Einen weiteren Sonnenbrand wollte ich lieber nicht riskieren (meine Nase juckt im Moment wie wild...).

    Ich weiß nicht, ob bei mir mal wieder der "Frierpitter" durchkam oder ob es noch an dem heftigen Sonnenbrand lag, auf jeden Fall war ich heute Abend die einzige (von 12 Personen), die zum Teil so kalt gewesen ist, dass ich die ganze Zeit über meine Jacke angehalten habe (und mich trotzdem zwischendurch mal kräftig schütteln musste und dabei eine mächtige Gänsehaut bekam). Alle Anderen hatten nur T-Shirts, Hemd oder Bluse an. Ich kann doch auch nichts dafür, ich fand es zum Teil total kalt.

    Im Hintergrund lief den ganzen Abend über gute Musik, allerdings haben wir zwischendurch auch mal das Radio, also die Nachrichten angemacht. Ich fand es irgendwie witzig, als einer dann mitbekommen hat, dass beim Fußballspiel (das heute Abend war) ein Tor gefallen ist, aber nicht mitbekommen hat für wen. Sofort machte sich etwas "Unruhe" breit (Grins), bis wir dann schließlich dank des Radios wieder auf dem neuesten Stand waren. Aber irgendwie entstand während dieser 2 1/2 Stunden keine einzige richtige "Gesprächspause", wir kamen von einem Thema zum nächsten und es waren zum Teil richtig interessante Themen dabei. Ja, und wenn dann noch die passenden Kommentare kamen (Situationskomik halt), dann war das Gelächter immer sehr groß.

    Also, ich bereue es ganz bestimmt nicht, dass ich heute dabei gewesen bin, sonst hätte ich wirklich so einiges verpasst. Eigentlich wollte ich heute Abend dann noch Fahrrad fahren, aber dazu konnte ich mich dann wirklich so gar nicht mehr aufraffen.

    Ganz abgesehen davon, dass ich zu Hause dann erstmal was Essen musste. Ja, ich weiß, das hört sich jetzt wirklich ganz blöd an. Ich komme von einer "Grill-Party" und muss danach zu Hause noch was Essen. Ich konnte dort leider nicht ganz so viel Essen. Es gab dort sehr viel Fleisch, aber alles war mariniert und dazu Knoblauch-Soßen in den verschiedensten Varianten. Mit meinen Allergien gegen Knoblauch, Paprika und Senf habe ich mich nirgends so richtig drangetraut. Ich habe nur 2 Würstchen und ein paar kleine Scheiben von einem Baguette gegessen. Zu Hause musste ich dann auf jeden Fall erst nochmal was Essen. Man kann nunmal auf einem solchen "Grillfest" nicht auf jeden einzelnen Teilnehmer eingehen. Im Grunde habe ich damit auch kein Problem, allerdings, bis ich zu Hause dann gegessen hatte, war es mir schließlich fürs Fahrrad fahren viel zu spät geworden.

    So, morgen habe ich dann wieder KG, Massage und anschließend werde ich wohl Schwimmen gehen. Das heiß, darauf werde ich mich heute lieber noch nicht verbindlich festlegen. Wenn die rechte Schulter morgen immer noch so weh tut, dann überlege ich es mir eventuell auch noch anders. Wenn der Träger vom Badeanzug dann wieder so "einschneidet" bzw. drückt, dann macht das ganze keinen so richtigen Spaß. Ich plane es zwar ein und habe auch bereits die Badetasche gepackt, werde es morgen Nachmittag dann aber erst endgültig entscheiden. Ich habe gerade so gedacht, ob eigentlich das Schmerzbalsam, das wir immer bei der Massage verwenden, auch bei solchen Schmerzen hilft? Eine gute Frage eigentlich, das kann ich morgen dann eventuell ja mal ausprobieren.

    Jane

  7. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #527
    JürgenK
    Hallo Jane,
    wie leichtsinnig und naiv und verantwortungslos bist Du eigentlich mit Deinem Körper???????????????????
    >>Wenn "gar nichts mehr geht", dann gehe ich natürlich...><
    Mußt Du erst BLIND werden??
    JürgenK

  8. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #528
    JaneCooper
    Hallo,

    Hallo Jürgen, natürlich hast du recht, dass man mit einem Sonnenbrand "eigentlich" nicht spaßen sollte. Ich "Frierpitter" habe aber leider eine sehr helle blasse Haut, liebe aber immer schon die Wärme. Ich gehöre nicht zu der Sorte, die sich "stundenlang" in die Sonne legen oder setzen, mal so 5 bis 10 Minuten, aber länger habe ich dazu keine Ruhe. Ich bin halt mehr der "Bewegungstyp", wenn ich draußen bin brauche ich viel Bewegung. Aber solange ich zurückdenken kann, habe ich im Prinzip in jedem Jahr einen kräftigen Sonnenbrand gehabt. Sogar als ich vor Jahren mal 10 Minuten auf der Sonnenbank war habe ich mir Bauch und Rücken mächtig verbrannt. Ich war im Leben noch nie wegen einem Sonnenbrand beim Arzt. Mir haben zwar schon viele empfohlen, zumindest mal zum Hautarzt zu gehen und die Haut mal kontrollieren zu lassen. Im Laufe meines Lebens habe ich schon sehr viele Hautärzte kennengelernt (ich habe etwas Probleme mit der Haut, deswegen bin ich ja zu der Kosmetikerin in meinem Institut gekommen), aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Suche nach einem guten Hautarzt mindestens genauso schwer ist, wie die Suche nach einem guten Orthopäden. Ich habe bisher nur ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Alle gucken nur ganz kurz und empfehlen einem dann Salben oder Cremes, die man sich eh selber in der Apotheke kaufen muss. Ich habe bisher auch noch keinen guten Arzt gefunden, der dieses "Hautscreening" durchführt.

    Bis jetzt ist bei mir jeder Sonnenbrand wieder von alleine weggegangen und auch dieses Mal geht es mir von Tag zu Tag wieder besser. Stirn und Nase jucken und pellen sich heute vom Feinsten, ich komme heute Abend mit dem Eincremen kaum noch nach. Das zieht sofort immer ein (eine neue fetthaltige Creme aus der Apotheke, habe ich mir gestern gekauft). Nacken, linke Schulter und Dekoltee merke ich nicht mehr, nur noch durch kräftigen Juckreiz (nur die rechte Schulter merke ich nach wie vor und die Kopfhaut juckt vom Feinsten). Die Kopfschmerzen waren heute zum Glück wieder weg. Die Augen sind auch wieder völlig in Ordnung. Ich habe heute zum Teil zwar mal wieder kräftig gefroren, weiß aber nicht, ob das immer noch mit dem Brand zu tun hat, oder mehr im Allgemeinen, dass ich halt so ein Frierpitter bin. Temperaturen um die 18 Grad sind für mich eigentlich schon zu kalt.

    Weshalb ich auch nicht zum Arzt (zum Hausarzt) damit gegangen bin? Über dieses Thema habe ich heute im Allgemeinen noch mit meinem Physiotherapeuten gesprochen. Wie hat er gesagt? Ich soll mal ein bisschen "Egoistischer" werden, mehr an mich denken. Das ist halt immer schon ein Problem bei mir gewesen. Ich denke immer zuerst an die anderen Menschen und stelle mich selber immer an die letzte Stelle. Wenn ich am Montag mit den Kopfschmerzen und dem Schüttelfrost zum Arzt gegangen wäre, dann wäre ich bestimmt ein paar Tage krankgeschrieben worden (das haben mir so mehrere Personen gesagt). Ich wollte jetzt aber keinen Krankenschein haben, die Arbeit läuft im Moment gut, ich habe zwar einen leichten Rückstand, aber der ist überschaubar. Ich habe dabei mal wieder nicht an mich gedacht, sondern dass ich lieber auf der Arbeit täglich Stück für Stück mit den Aufgaben voran kommen wollte. Ein paar Tage Krankenschein hätten mich dabei wieder etwas zurückgeworfen und das wollte ich nicht.

    So war ich immer schon und so denke ich auch in jedem Bereich. Deswegen komme ich zu Hause ja auch nicht regelmäßig dazu, meine "eigene" Therapie durchzuziehen. Wenn ich z. B. Bügel, dann kümmere ich mich grundsätzlich erst um die Sachen meines Freundes. Erst wenn seine Sachen dann fertig sind, dann kümmere ich mich um meine eigenen Sachen. Ich nehme mir zwar Tag für Tag vor, wenn ich nach Hause komme (so wie ich von der Arbeit aus ja auch immer direkt zur Therapie fahre), zuerst Sport zu machen (also Fahrrad fahren und KG) und mich dann erst um "sonstige" Sachen zu kümmern, aber dieses Vorhaben habe ich bis heute nicht in die Realität umgesetzt. Sobald ich zu Hause bin sehe ich die "Aufgaben", die von mir "erwartet" werden, also Küche, Wäsche, Aufräumen, Bügeln, und was halt sonst noch zum Haushalt dazu gehört. Erst wenn ich dann das "Pflichtprogramm", also meine Aufgaben erfüllt habe, dann nehme ich mir Zeit für mich, um meinen Sport durchzuziehen. Je nachdem, wieviel Haushalt anliegt, habe ich an einigen Tagen dann natürlich dafür gar keine Zeit mehr. Mein Physiotherapeut hat also diesbezüglich im Prinzip schon recht gehabt, eigentlich sollte bzw. müsste ich mal ein bisschen "Egoistischer" werden und zuerst an mich und meine Gesundheit, an mein Leben denken und danach erst an alles andere. Aber so, wie ich mein Leben lang schon bin, das kann ich nicht einfach so "umdenken", so bin ich nunmal.

    Die KG war heute wirklich gut, mein Physiotherapeut war heute genauso, wie ich ihn am Montag bezüglich der KG in Einzeltherapie beschrieben habe, sehr flexibel und abwechslungsreich. Heute waren auch wieder neue Übungen dabei. Wir waren heute wieder im Geräteraum. Zuerst ging es an die Beinpresse. Also die Beine bzw. die Füße vor das "Brett" und nach hinten wegdrücken, 20 Mal. Das hat sehr gut geklappt. Dann die Hacken vor das Brett, die Zehe ranziehen und nochmals 20 Mal. Das zog mächtig in den hinteren Oberschenkeln (wieder wie letztens direkt oberhalb der Kniekehlen).

    Danach ging es an die "Seilwinde", an der ich bisher immer nur das Armtraining durchgeführt habe. Dieses Mal haben wir daran im Prinzip die Übung durchgeführt, die ich letzte Woche Freitag mit der Physiotherapeutin vor der Sprossenwand mit dem Band durchgeführt habe. Ich saß auf einer kleinen "Bank", die Füße in der Luft, die Schlingen bekam ich um die Füße und sollte damit dann nach hinten gehen. Auch das ging mächtig in die Beine (Oberschenkel und Waden), war aber ansonsten kein großes Problem.

    Dann kam eine Übung, mit der ich zunächst etwas Schwierigkeiten hatte und mein Physiotherapeut musste die Gewichte etwas verringern. Ich sollte mich auf die andere Seite der "Bank" setzen, also mit dem Rücken zur Seilwinde. Die Schlingen bekam ich ebenfalls wieder um die Füße. Damit sollte ich dann mit den Beinen gerade nach vorne hochgehen. 15 KG war aber anfangs zu schwer und ich bekam die Beine nicht von der Stelle. Mit 10 KG hat es dann geklappt. Auch diese Beinübungen habe ich jeweils 20 Mal durchgeführt. Mit dieser Übung hatte ich übrigens damals schon erhebliche Probleme (konnte sie gar nicht durchführen), als ich in dem Fitness-Studio war. Dort war ein "Stuhl" mit genau dieser Übung. Die Beine bzw. die Füße hinter eine Stange klemmen und nach vorne hochdrücken. Selbst mit dem leichtesten Gewicht konnte ich die Beine damals keinen Zentimeter nach vorne bewegen. Aber das ist jetzt ja schon etwa 3 oder 4 Jahre her (als ich von dem Training die Sehnenscheidenentzündung im Arm bekam).

    Anschließend hatte ich heute dann bei meinem Physiotherapeuten die Rückenmassage (mein Masseur hatte heute etwas früher Feierabend). Ich muss sagen, was die Druckstärke angeht, wird er "langsam aber sicher" zu einem "Konkurrenten" von seinem Kollegen, also meinem Masseur. Er hat heute Stellenweise viel intensiver massiert, als es im April der Fall gewesen ist. An den Schulter- und Nackenbereich ist er allerdings nicht gegangen, der Sonnenbrand war ihm noch etwas zu heftig, da wollte er kein Risiko eingehen (was ich natürlich verstehen kann, ob ich es dort überhaupt ausgehalten hätte, das wäre eine ganz andere Frage gewesen).

    Er hat dann von der BWS an abwärts massiert. Von der Zerrung habe ich ihm gar nichts erzählt, da habe ich in diesem Moment auch gar nicht dran gedacht gehabt. Gerade in diesem unteren Bereich war er dann auch sehr intensiv, dort ist ja schließlich meine Hauptschmerzstelle. Im Prinzip muss ich sagen, dass ich schmerzmäßig zwischen rechts und links auch keinen Unterschied gespürt habe (im Moment bin ich in diesem Bereich, einschließlich der LWS, auch schmerzfrei!!). An der LWS hat er zum Glück die richtige Stelle, also den richtigen "Ein-/Ausschalter" getroffen, dort hatte ich seit gestern zeitweise wieder ein kräftiges Ziehen und Stechen, aber jetzt bin ich dort wieder schmerzfrei.

    Rechts und links unten habe ich (wegen der Schmerzen) mal wieder kurzzeitig die "Kontrolle" verloren, meine Reflexe sind manchmal etwas zu heftig. Jedes Mal ging ich automatisch etwas mit den Beinen hoch (irgendwie muss ich mich bei diesen Schmerzen immer "abreagieren") und meine Hände "schossen" mal wieder in die Richtung, ich wollte mir am liebsten mal wieder diese Stelle "zu halten". Zum Glück konnte ich mich beherrschen und habe nicht versucht, seine Hände dort wegzuziehen (was ich im ersten Moment fast gemacht hätte), ich habe ihn zwar kurz berührt, habe aber sofort wieder losgelassen (im ersten Moment war mir das zwar peinlich, aber das ist blödsinn, immerhin kenne ich ihn inzwischen ja auch schon ein halbes Jahr und er weiß ja schließlich, dass ich dort sehr starke Schmerzen habe). Naja, Hauptsache die Massage hat geholfen und ich habe mal wieder ein bisschen schmerzfreie Zeit.

    Zwischendurch, anstatt an die Schultern zu gehen, hat er dann etwas sanfter und angenehmer massiert, so dass ich zur Abwechslung dann mal durchatmen und etwas entspannen konnte.

    Anschließend ging ich dann noch eine Stunde ins Schwimmbad. Dort bin ich etwa 30 Minuten geschwommen und habe etwa 30 Minuten sämtliche Übungen mit den kleinen Nudeln, der großen Nudel und an der Stange durchgeführt, die mir alle so nach und nach eingefallen sind.

    So, morgen Abend habe ich dann mal wieder "Personal-Training", mal sehen, was dabei dann auf mich zukommt.

    Jane

  9. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #529
    JaneCooper
    Hallo,

    heute Abend war ich beim "Personal-Training" und was soll ich sagen, es war mal wieder sehr gut. Irgendwie schafft dieser Therapeut es immer wieder, den Ablauf des Unterrichts so zu gestalten, dass es total locker ist, am Stück nicht zu anstrengend, also immer wieder mit kleinen Pausen, in denen wir uns über meine Therapie im Allgemeinen unterhalten haben, also über Erfolge und Probleme bzw. Schmerzen im Rahmen von KG und Massage.

    Bezüglich der bisherigen (kleinen) Teilerfolge hat er mal wieder versucht, mich bzw. mein Selbstvertrauen ein bisschen aufzubauen. Natürlich freue ich mich nach wie vor über alle (auch die kleinen) Teilerfolge, trotzdem verliere ich das "große Ziel" nie aus den Augen, dass ich "eigentlich" auf eine noch größere und länger andauernde Schmerzfreiheit hoffe (sofern ich dieses Ziel überhaupt irgendwann erreichen werde). Ich meine, im Moment bin ich ja auf dem richtigen Wege, aber ich habe jetzt trotzdem schon ein bisschen Angst vor dem Urlaub, dass die Schmerzen während dieser Zeit wieder deutlich schlimmer werden könnten. Dieser Gedanke betrübt meine Vorfreude in diesem Jahr total.

    Beim "PT" fingen wir dann mit einer kleinen Wiederholung des richtigen Bückens an. Im großen und ganzen klappt dieser Ablauf inzwischen sehr gut, da ich ihn schon des Öfteren mehrmals täglich angewendet habe, selbst wenn ich mich in der Küche kurz bücken muss, gehe ich auf diese Art und Weise runter. Solange mein Rücken relativ gerade ist, muss ich mir keine Sorgen darüber machen, dass ich beim Bücken eventuell Rückenschmerzen bekommen könnte. Und solange die Kraft in den Beinen in erster Linie aus den Oberschenkeln kommt, brauche ich mir auch keine Gedanken bezüglich der Knie machen, dass ich dort eventuell mal wieder Schmerzen bekommen könnte. Er hat mich vorhin zwar bezüglich der Knie ein bisschen verbessert, weil ich anfangs mal wieder zu sehr in die Beine gegangen bin, aber trotzdem habe ich mich inzwischen längst an diesen Bewegungsablauf gewöhnt.

    Aber auch, wenn das Training selber nicht zu anstrengend ist und man Übung für Übung Schritt für Schritt durchgehen kann (das ist halt der Vorteil, wenn man für das Training eine Stunde Zeit hat, im Rahmen von einer 20-minütigen KG sähe dieses Training dann schon völlig anders aus), heißt das noch lange nicht, dass ich davon keinen Muskelkater bekommen würde. Nach seinem Training weiß man wirklich immer, was man getan hat. Was ich heute Abend am meisten spüre? Die Füße!! Und direkt an zweiter Stelle die Oberschenkel (unterhalb, also direkt über den Knien).

    Dieser Therapeut hat auf jeden Fall eine sehr gute Beobachtungsgabe. Wir haben (nach der Übung mit dem Bücken) die Übung vom ersten mal wiederholt, also das langsame, richtige Hinsetzen (und nicht "fallen" lassen, was ich meistens mache) und dementsprechend auch das richtige Aufstehen. Dabei ist ihm dann aufgefallen, wie intensiv ich die Kraft dabei aus dem vorderen Fuß (also dem Bereich der Zehe) und den Waden nehme. Als er mich in diesem Zusammenhang auf die Massagen angesprochen hat, habe ich ihm von den Schmerzen erzählt, die ich Woche für Woche in diesem Bereich habe.

    Daraufhin kam dann die nächste Variante, die es völlig in sich hatte. Im Sitzen sollte ich die Zehe, also den vorderen Bereich des Fußes etwas anheben, so dass die Belastung auf jeden Fall komplett auf dem hinteren Bereich liegt. So sollte ich dann Aufstehen. Was soll ich sagen, ich kam zuerst überhaupt nicht hoch, mir fehlte völlig die Kraft. Er stellte sich dann vor mich, um mir etwas Hilfestellung zu geben und ich habe mich (etwas an seiner Hand festhaltend) mit kräftigem Schwung hochgezogen. O. K., das war natürlich nicht im Sinne des Erfinders und deshalb haben wir diese Übung dann noch einige Male (mit kleinen Pausen) wiederholt. Das Wichtige daran ist halt (ähnlich wie beim Bücken), dass der Oberkörper dabei gerade gebückt wird, mit völlig senkrechtem Oberkörper kann man diese Übung voll und ganz vergessen. Aber wenn man diese Übung so einige Male hintereinander langsam und bewusst durchführt, das merkt man mit der Zeit immer intensiver in den Oberschenkeln (immerhin nicht in den Waden, wo ich nach seinem letzten Training ja den Muskelkater hatte).

    Da ich mich jedoch so gut wie noch nie auf die Haltung meiner Füße konzentriert habe, ob die "Hauptlast" nun auf dem vorderen oder dem hinteren Bereich des Fußes liegt, ging diese Übung, umso öfter wir es durchgeführt haben, unwahrscheinlich in die Füße, die ich jetzt halt etwas merke. Diesbezüglich hat der Therapeut dann etwas "gemeines" angekündigt. "Gemein" was mich persönlich betrifft, ansonsten völlig normales. Beim nächsten Mal will er mit mir insbesondere Übungen für die Füße durchführen, und das auch noch Barfuss. Wie ich letztens schon mal geschrieben habe, hasse ich es total, Barfuss zu laufen. Das ist halt "Macht der Gewohnheit", ich habe es zuletzt als Kind gemacht (noch bevor ich in die Grundschule gekommen bin), das ist also wirklich schon "Jahrzehnte" her (meine Turnschuhe werde ich dennoch beim nächsten Mal ebenfalls mit dabei haben, auch das ist beim Sport halt "Macht der Gewohnheit"). Wie hat er vorhin gesagt, auf Scherben bräuchte ich nicht zu Laufen, na immerhin etwas (Grins).

    Selbst als wir in der Reha, im Rahmen der Rückenschule, ein paar Übungen für die Füße gemacht haben, war ich so ziemlich die einzigste in der Gruppe, die dabei die Strümpfe angelassen hat. Im Rahmen der Gruppe fiel ich nicht weiter auf (zum Teil 15 bis 20 Personen), aber in der Einzeltherapie würde ich mich das dann doch nicht trauen. Als ich ganz am Anfang, als ich mit der KG angefangen habe, immer feste Turnschuhe dabei anziehen wollte, musste mich meine damalige Physiotherapeutin zunächst etwas "überreden", dass bei der KG auf der Liege die Strümpfe reichen würden, die Schuhe sollte ich besser auslassen.

    Als ich im Februar wegen der Depressionen bei meinem Hausarzt war und ihn wegen der Schmerzen in den Füßen angesprochen habe, da meinte er ja auch direkt, dass ich auch für diese geschwächte Muskulatur unbedingt was machen müsste. Dass solche Übungen mit festen Turnschuhen in diesem Zusammenhang nicht wirklich viel bringen, das ist mir schon klar, trotzdem ist es für mich einfach eine große Überwindung, weil ich seit meiner Kindheit (außer in Dusche und seit 2 Jahren im Schwimmbad) nicht mehr Barfuss gelaufen bin. Naja, aber vielleicht kriege ich auf diese Art und Weise die Schmerzen unter den Füßen endlich mal ein bisschen besser in den Griff (die Stiche, die ich dort zum Teil habe, können sehr nervend und äußerst schmerzhaft sein).

    Im Rahmen des Trainings vorhin haben wir dann halt einige Male (auch in leicht veränderten Varianten) das Aufstehen und Hinsetzen über den hinteren Fußbereich geübt. Es fiel mir zum Teil sehr schwer, weil ich automatisch immer wieder mit den Zehen runtergegangen bin und mich dabei "auffangen" und abstützen wollte. Ich musste mich dabei total konzentrieren. Automatisch habe ich dabei dann natürlich die Oberschenkel total angespannt. Man soll ja gar nicht glauben, was für eine umfangreiche Übung (und was für einen Muskelkater) man aus einer so harmlosen Übung mit dem Hinsetzen und Aufstehen machen kann. Im Laufe der Zeit, umso öfter wir diese Übung durchgeführt haben, klappte es dann so "einigermaßen". Der Therapeut meinte zwar, dass es immer besser klappen würde, aber solange ich dabei so konzentriert bin, um die Füße bloß richtig zu halten, kann keine Rede von "gut klappen", sondern nur von "gut funktionieren" die Rede sein (ich weiß, da kommt in mir schon wieder mal die "Pessimistin" durch).

    Also bis auf "die" Muskelkater geht es mir im Moment gut. Die Oberschenkel merke ich etwas, die Fußsohlen umso mehr!! Die Waden merke ich momentan gar nicht und der Rücken ist zum Glück heute auch noch soweit in Ordnung. Ich hatte zwar im Bereich der LWS im Laufe des Tages hin und wieder ein leichtes Ziehen, aber das ist bei mir ja eigentlich schon völlig normal. Solange dieses Ziehen so leicht und harmlos ist, kann ich sehr gut damit leben.

    So, morgen Nachmittag habe ich dann wieder KG.

    Jane
    Geändert von JaneCooper (10.06.2011 um 03:16 Uhr)

  10. Stützkorsett/Lumbalorthese für LWS #530
    JaneCooper
    Hallo,

    der Muskelkater ist heute vom Feinsten. Allerdings ist heute ja auch Freitag und freitags habe ich (erfahrungsgemäß), seitdem ich diese Therapie regelmäßig durchziehe, eh immer die meisten Schmerzen. Deswegen kann ich heute auch nicht mit absoluter Sicherheit sagen, inwieweit die Schmerzen von meinen Problemen, also der geschwächten Muskulatur kommen, oder aber vielleicht doch mehr ein Muskelkater von dem gestrigen Training sind. Heute kommt wahrscheinlich beides zusammen.

    Mit Abstand am heftigsten sind dabei die Füße, die Fußsohlen. Den ganzen Tag über hatte ich ganz heftige Schmerzen in diesem Bereich, habe mich deswegen zum Teil irgendwie so verspannt, dass ich auch mehrere Krämpfe (in beiden Füßen) bekommen habe. Wenn man bedenkt, dass die Füße bei den Übungen gestern eigentlich nur eine "Nebenrolle" gespielt haben (ich sollte ja "nur" darauf achten, dass die Belastung beim Hochdrücken aus dem Sitzen auf dem hinteren Bereich des Fußes liegt), dass die Übung in erster Linie für die Oberschenkel gedacht war (dass die Waden entlastet werden sollten und die Oberschenkel gestärkt werden sollten). Wer weiß, wenn wir dann beim nächsten Mal gezielte Übungen für die Füße machen, wie es mir dann danach geht...

    Dass diese Übung für die Oberschenkel gedacht war, das habe ich natürlich auch gemerkt. In diesem Bereich hatte ich heute zum Teil ebenfalls ziemliche Schmerzen, nicht so starke wie an den Füßen, aber immerhin. Ich kann das gar nicht so richtig glauben, das Training wirkte gestern total harmlos und locker, klar musste ich bei den Übungen Spannung in die Beine bringen (sonst hätte ich ja gar nicht Aufstehen können), aber dass sich das später so heftig bemerkbar machen würde, damit hätte ich ganz bestimmt nicht gerechnet. Auf jeden Fall weiß man dann, dass man wirklich was für sich getan hat.

    Den Muskelkater bekam ich bei der heutigen KG allerdings dann auch mächtig zu spüren, ich habe zum Teil so schlechte Leistungen gebracht, wie schon lange nicht mehr. Mir fiel es heute verdammt schwer, die nötige Spannung in die Beine zu bringen. Insbesondere rund um den Kniebereich war das große "Zittern" angesagt und selbst mit den leichtesten Gewichten hatte ich Probleme ohne Ende, konnte die Beine so gut wie gar nicht bewegen.

    Zuerst ging es wieder an die Beinpresse. Das Gewicht war so schwer eingestellt, dass ich mich selbst mit größter Anstrengung nicht von diesem "Brett" wegdrücken konnte, gar keine Chance. Im ersten Moment habe ich dann wirklich gedacht, ob das ein "Test" sein sollte, nach dem Motto, wenn ich nicht weiß, wie schwer die Gewichte sind, wenn ich gar nicht darüber nachdenke, dann wird die Übung schon "automatisch" laufen ("Glaube versetzt Berge"?). Der "andere" Therapeut (also vom "Personal-Training") meinte letztens auch zu mir, dass er am liebsten mal hingehen wolle und die Gewichtsangaben auf den Hanteln zukleben würde, mal sehen, wie viele ich dann "tatsächlich" schaffen würde (wenn ich gar nicht wüsste, was genau auf mich zukommt).

    Nicht, dass mich hier jetzt einer falsch versteht, ich habe wirklich Vertrauen zu meinen Therapeuten, sonst könnte ich diese ganze Therapie nie im Leben so durchziehen. Aber trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass die Therapeuten meinen, dass ich "eigentlich" viel mehr schaffen und leisten könnte, mich aber mein "Denken" an einer größeren Leistung "hindern" würde (das erinnert mich mal wieder sehr an den Satz im Reha-Bericht, sie hat die Teilnahme an den Übungen nur mit Mühe "toleriert").

    Das stimmt so aber wirklich nicht, ich schwöre, dass ich im Rahmen der Einzeltherapie immer versuche, alle Übungen so gut es geht durchzuführen (improvisieren oder "andeuten" mache ich ausschließlich im Rahmen der Gruppentherapie, also bei der Wassergymnastik, insbesondere natürlich bei den Übungen mit der großen Nudel, um wenigstens so gut es geht im Unterricht mitzukommen, aber niemals im Rahmen der Einzeltherapie). Was nicht geht, das geht halt noch nicht. Meine Kraft ist noch längst nicht gut genug. Und selbst wenn es im Laufe der Zeit (hoffentlich) nach und nach etwas besser wird, dann muss ich eh auf jeden Fall am Ball bleiben. Ich habe Angst, wenn ich dann eine kleine "Pause" mache, dass ich dann sofort wieder "Abbaue" und alles mehr oder weniger wieder von vorne anfängt. In diesem Zusammenhang warte ich jetzt eh erstmal ab, wie es mir schmerzmäßig im Urlaub ergeht. Das kleine Netbook werde ich eh wieder mitnehmen und euch weiterhin auf dem Laufenden halten.

    Bei der KG hat mein Physiotherapeut dann deutlich leichtere Gewichte genommen, so dass ich die Übung an der Beinpresse dann vernünftig durchführen konnte. Zuerst mit den flachen Füßen vor diesem "Brett". Anschließend dann (so wie gestern beim Training) mit angezogenen Zehen und dem Gewicht, also dem Druck auf der Ferse. Genauso wie bei der Übung gestern fiel mir diese Variante schon wieder deutlich schwerer. Automatisch gehe ich immer wieder mit dem Fuß, also mit den Zehen runter. Für diese Übung brauche ich totale Konzentration. Und wenn ich dann mal daran gedacht habe und die Zehe angezogen habe, dann standen die Füße zum Teil "falsch", was den Abstand betrifft, zum Teil viel zu weit auseinander, so dass mein Physiotherapeut heute so einiges damit zu tun hatte, mich immer mal wieder zu korrigieren, so dass die Übung (trotz des Muskelkaters) wenigstens einigermaßen vernünftig ablief.

    Danach kam dann die schlimmste Übung (des heutigen Trainings!). Ich saß dabei wieder auf dieser "Bank" und bekam die Schlaufen um die Füße gelegt. Damit sollte ich dann mit den Unterschenkeln nach hinten gehen. O Gott, war das peinlich, sobald ich etwas Spannung in die Beine brachte, fing der Bereich um die Knie und Oberschenkel total an zu zittern und ich bekam die Beine so gut wie gar nicht nach hinten. Selbst mit dem leichtesten Gewicht (5 KG) konnte ich diese Übung heute nicht im geringsten durchführen. Ich sollte dann auch noch eine andere "Sitzvariante" ("Gewichtsverlagerung") vornehmen, aber nichts half, ich konnte die Beine kaum bewegen. Das war bei dieser Übung die schlechteste Leistung, die ich je hingelegt habe.

    Da wir mit dieser Übung nicht voran kamen, haben wir sie schließlich abgebrochen und haben zum Schluss stattdessen noch eine Armübung gemacht. Ich bekam die Schlaufen in die Hände, die Arme blieben angewinkelt am Körper und dann mehrmals vor und zurück. Dabei konnte er dann auch etwas höhere Gewichte wählen, das war dann kein Problem. Ich hatte zwar ein paar Probleme damit, dabei eine möglichst gerade Sitzhaltung zu behalten (und von den Problemen, dabei dann auch noch die Schulterblätter nach hinten zu drücken, davon rede ich jetzt besser mal nicht), aber irgendwie war halt heute nicht so wirklich mein Tag. Naja, es kann ja nicht jeder Tag in der Therapie gleich gut (oder gleich schlecht) laufen.

    So, als nächstes steht dann (so wie jeden Samstag) die Massage auf dem Plan. Meinem Rücken geht es immerhin noch verhältnismäßig gut. Die Schultern merke ich noch gar nicht und den LWS-Bereich nur durch ein gelegentliches, kräftiges Ziehen. Aber die Füße merke ich dafür umso mehr, auch zur Zeit mal wieder durch ganz kräftige Stiche.

    Jane
    Geändert von JaneCooper (11.06.2011 um 05:46 Uhr)

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