• Wann ist eine Physiotherapie notwendig oder hilfreich?

    Physiotherapeuten werden häufig mit der Behandlung von Rücken- und Schulterbeschwerden in Verbindung gebracht. Das ist weitestgehend auch richtig, doch kann eine Physiotherapie auch noch bei ganz anderen Problemen helfen und verordnet werden. Man spricht bei der Physiotherapie auch von Krankengymnastik. Diese ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel, das alternativ anstelle von Medikamenten oder Operationen eingesetzt werden kann.

    Behandlung eingeschränkter Bewegungsfähigkeiten

    Eine Physiotherapie wird gerne ergänzend an eine ärztliche Behandlung verschrieben, um Einschränkungen in der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers zu behandeln. Dabei kann eine Physiotherapie ganz unterschiedlich aussehen und je nach Zweck in der Ausführung variieren. Meist besteht sie jedoch aus einer Kombination kurzer, gezielter und professioneller Massagen, die Problemzonen lockern sollen, maßgeschneiderte Fitnessübungen, um die Problemzone zu stabilisieren und zu kräftigen, und physikalischen Therapie.



    Physiotherapeuten geben ihren Patienten in der Regel viele gute Tipps für den Alltag und einige angepasste Übungen für ein Training Zuhause mit. Da bei der Physiotherapie häufig auch kleine Sportgeräte wie Faszienbälle oder -rollen, Fitnessbänder oder ähnliche in Einsatz kommen, kann es sich lohnen, sich langfristig auch für Zuhause auszustatten, um das Training dort effektiv weiterführen zu können. Eine große Auswahl an super günstigen Fitnessgeräten finden Sie am besten online bei speziellen Fachhändlern.

    Verschiedene Arten der Physiotherapie

    Zunächst einmal wird zwischen der ambulanten, der stationären und der mobilen Physiotherapie unterschieden. Dabei geht es darum, ob der Patient über einen bestimmten Zeitraum in einem Krankenhaus oder Reha-Zentrum behandelt wird, vor Ort in einer Praxis (meist wöchentliche Behandlung) oder direkt Zuhause. Kommt der/die Physiotherapeut/in zum Patienten nach Hause, hat das einige Vorteile, da dieser das Training direkt in gewohnter Umgebung und mit vorhandenen Hilfsmitteln durchführen kann und so auch für die Zeit nach der Physiotherapie super gewappnet ist.

    Abgesehen von dem Ort des Geschehens gibt es aber auch unterschiedliche Konzepte der Physiotherapie, die sich meist auf ganz bestimmte Bereiche konzentrieren:

    Sportphysiotherapie: Die sogenannte Sportphysiotherapie findet häufig bei Profisportlern Anwendung. Sie zielt auf die Behandlung und Prävention von Sportverletzungen ab. Inhalte der Therapie sind unter anderem das Aufwärmen, Dehnen, Behandlung von Sportverletzungen sowie die richtige Durchführung von Krankengymnastik-Übungen.

    Physiotherapie nach Bobath: Diese Art von Physiotherapie ist für Menschen mit neurologischen Funktionsstörungen gedacht. Sie wird zum Beispiel auch bei Menschen angewandt, die einen Schlaganfall erlitten haben oder angeborene Bewegungsstörungen haben. Diese trainieren während der Physiotherapie mit bestimmten Bewegungssequenzen.

    Physiotherapie nach Vojta: Die Physiotherapie nach Vojta besteht größtenteils aus speziellen Druckpunkt-Massagen. Dabei wird versucht über bestimmte Druckpunkte am Körper gezielt Reflexe auszulösen, um Muskelfunktionen wieder zu aktivieren.

    Atemtherapie: Auch Atemtherapien für Menschen, denen das Atmen schwerfällt – z.B. Asthmatiker oder Menschen mit chronischer Lungenerkrankung -, werden bei der Physiotherapie angeboten. Dabei wird vor allem auch Geduld, Achtsamkeit und Konzentration gefördert.

    Physiotherapie nach Schroth: Diese Art von Physiotherapie wird bei Verformung der Wirbelsäule durch Skoliose angewendet. Dabei wird darauf abgezielt, Kräftigung und Dehnung von Muskeln zu stoppen und eine aufrechte Haltung herzustellen und zu trainieren.

    Physiotherapie ist wirklich sehr umfangreich und als Heil- und Präventionstechnik unfassbar wirksam. Einen Termin für die Physiotherapie gibt es für allerdings nur über den Hausarzt, bzw. Man. Ein Besuch bei diesem bleibt also nicht aus.