Fast 90% aller Menschen in Deutschland sterben im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Gleichzeitig wissen wir aus Umfragen, dass sehr viele Menschen sich ein Sterben zu Hause wünschen.
Aus diesem Wunsch wird ersichtlich, welche Vorstellungen Menschen von ihrem eigenen Sterben haben. Sie wollen von vertrauten Menschen umgeben sein, sie wollen Rückschau auf ihr eigenes Leben halten, sie wollen noch Unerledigtes in Ordnung bringen, sie wollen Zuwendung und Ruhe, ein hörendes Ohr und eine helfende Hand.
Wie aber kann dies unter den professionellen Bedingungen eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegedienstes den sterbenden Menschen ermöglicht werden. Das Seminar will hier erprobte Wege der Sterbebegleitung vorstellen und gemeinsam mit den Teilnehmenden eigene und in der eigenen Einrichtung gangbare Wege und Konzepte erarbeiten.
Darüber hinaus werden im Seminar die Haltungen der Teilnehmenden zum fremden und eigenen Sterben zur Sprache kommen. Denn professionelle Sterbebegleitung setzt eine geklärte und reflektierte eigene Einstellung zu Sterben und Tod voraus.

Inhalte:
■ Sterben - was ist das?
■ Bedürfnisse sterbender Menschen
■ Das Phasenmodell des Sterbens von Elisabeth Kübler-Ross
■ Kommunikation mit sterbenden Menschen
■ Texte und Musik in der Sterbebegleitung
■ Hospizbewegung
■ Rituale des Abschieds: Gestaltungsmöglichkeiten in der Pflege
■ Trauerarbeit und die Trauer der Angehörigen

Zielgruppen:
Pflegepersonal,
Ergotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen, Sprachtherapeut*innen

Termin:
26.11.2021

Zeit:
09:00–16:00 Uhr

Referent:
apl. Prof. Dr. Stefan Büttner-von Stülpnagel, DenkInForm

Fortbildungspunkte:
RbP: 7, Therap.: 7

Kursgebühr:
109,00 Euro

Teilnehmende:
max. 16

Ansprechpartnerin:
Anke Gratz, Telefon 030 45941830

Anmerkungen:
Bildungsurlaub nach BiUrlG möglich.