Probleme beim Wandern und leicht Bergsteigen und der Höhe

StefanCe.

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Probleme beim Wandern und leicht Bergsteigen und der Höhe

50 und untrainiert
Meistens immer alleine bin ich unterwegs
Echt ein Mist
Ich habe nicht so super viel Kondition
Ich war am Dachstein, mit dem Sessel Lift raus, Eis Palast angucken einfach super

So dann das Problem ich gehe zu der Seehütte oder wie die heißt über Schnee
Nach 2 Stunden ging ich dort weg war vorher an dem einen Weg wo es rauf geht, keine Ahnung wie der heißt

So, jetzt auf einmal fängt Kopffweh an ich war irre müde, mir war irgencwie übel und ich schleppte mich zur Hütte und dann dort aß ich eine Suppe und dann zurück mit wenig Kraft, Müdigkeit, Übelkeit – 2750 Meter ist das hoch – zum Sessellift runter

Unten nicht viel Kraft gesessen heimgefahren mit wem und dann 2 Stunden mußte ich liegen bis diese schrecklichen Kopfweh und Übelkeit und ja ich mußte die Augen zu haben ja Horror bis das weg war

Ich am Großglockner FRANZ JOSEF Höhe 2800 Meter ich bei der Pasterze
Ich mache Liegestütze nach 20 mußte ich schon so was von keuchen und keine Kraft mehr

Ich habe oben übernachtet auf 2200 oder auf der Hütte konnte schlecht Schlafen hatte so Druck Beschwerden auf der Brust die dann am nächsten Tag eh weg waren Schlaflosigkeit auch

Ich war am Kilimanjaro vor ewiger Zeit auf 3800 Meter dort in dem Zelt Herzprobleme Kribbeln ich dachte ein Herzinfarkt mußte runter, 8 Stunden durch Regen mit Führer

In den letzten Jahren habe ich oft Herzuntersuchungen gemacht, hatte Panikattacken dazwischen, Herzultraschall und nichts wurde je gefunden auch beim Belastungs EKG wo ich 270 Watt erreicht habe früher halt

Ich bin etwas zu mollig, Essen schmeckt mir leider gut
Dann gehe ich nur auf der Rax, einige Wege, wo auch andere gehen und das beste, ja der Weg da rauf bei Hinternasswald am Großen Sonnleithstein
Immer wenn ich da oben alleine bin ich fühle mich nicht gut alleine irgendwie unwohles Gefühl
Ja ich weiß nicht

Ich wollte wissen ob wer so was kennt, ich gehe fast jede Woche wohin
Oft vergesse ich zu trinken ich gehe langsam
Und ja ich weiß nicht ich dann irgendwie Bammel da rauf was wird passieren

Keine Ahnung
Wer kennt so was würde Mal gerne Profis hören was das ist

Bei der Höhenuntersuchung in Wien – 160 € kostet das, im 9. Bezirk da habe ich Tests gemacht mit der Maske bis 6000 Meter und ja Atmen ging auch in der Kammer drinnen bis 4500 oder 5000 Meter keine Ahnung ging aber ich fühlte mich etwas unwohl war ja nur 20 Minuten drinnen

Also ich bin nicht für die Höhe geeignet aber 2500 Meter?
 
Respekt zuerst einmal: Ganz ehrlich – dafür, dass du dich selbst als „50 und untrainiert“ beschreibst, machst du extrem viel. Dachstein, Großglockner, Rax, sogar Kilimanjaro in der Vergangenheit – und das meist alleine. Das ist alles andere als selbstverständlich und zeigt, dass du grundsätzlich schon eine Menge schaffst, auch mental. Allein unterwegs zu sein erfordert zusätzlich Mut und Durchhaltevermögen.

Dein Beitrag ist nun schon einige Zeit her, aber ich hab ihn gerade erst entdeckt und er hat mich schon ziemlich beeindruckt. Vielleicht liest du meine Antwort hier ja noch... Mich würde auf jeden Fall auch interessieren, wie es dir aktuell geht und welche Unternehmungen du weiterhin noch machst.

Zu dem, was du schilderst: Viele deiner Symptome passen sehr gut zu einer Mischung aus Höhenreaktion, Überforderung und wahrscheinlich auch Angst-/Stressreaktionen. Kopfschmerzen, Übelkeit, extreme Müdigkeit, Druckgefühl auf der Brust, Schlafprobleme in der Höhe – das sind klassische Anzeichen, die bei manchen Menschen schon ab etwa 2.000–2.500 m auftreten können. Dafür muss man kein „klassischer Höhenkranker“ sein, das ist sehr individuell. Dass du bei Untersuchungen medizinisch unauffällig bist, ist erst einmal beruhigend und spricht gegen ein ernsthaftes Herzproblem.

Ein paar Punkte fallen aber klar auf:
– Du gehst oft alleine, was die Wahrnehmung von Symptomen deutlich verstärken kann. Wenn man allein ist, hört man viel stärker in sich hinein.
– Du vergisst zu trinken – das ist in der Höhe ein riesiger Faktor. Dehydrierung verstärkt Kopfschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit massiv.
– Du beschreibst Panikattacken in der Vergangenheit. Angst kann in der Höhe sehr ähnliche Symptome machen wie körperliche Probleme – und sich gegenseitig hochschaukeln.
– Kondition und Gewicht spielen natürlich auch mit rein, vor allem bei schnellen Höhenwechseln (Lift rauf, dann gleich losgehen).

Dass du in der Höhenkammer „funktioniert“ hast, dich aber unwohl gefühlt hast, passt gut dazu: Sauerstoffaufnahme geht, aber dein Körper und dein Kopf reagieren sensibel. Das heißt nicht, dass du „ungeeignet“ bist, aber vermutlich nicht für schnelle, längere Belastung über 2.500–2.800 m – schon gar nicht alleine und ohne langsame Akklimatisation.

Mein Eindruck (ohne Arzt zu sein, aber ebenfalls als begeisterter Wanderer und Hobby-Bergsteiger):

2500 m sind für dich wahrscheinlich machbar, aber nur unter bestimmten Bedingungen:
– sehr langsam gehen, Pausen machen
– konsequent trinken und essen
– keine Leistungsansprüche (keine Liegestütze, kein „Beweisen“)
– lieber unter Menschen bleiben oder zumindest nicht komplett allein
– frühzeitig umdrehen, bevor Symptome zu stark werden

Das „Bammel-Gefühl“ oben allein würde ich ernst nehmen. Das ist oft ein Warnsignal, nicht unbedingt körperlich, sondern psychisch. Daran ist nichts Schwaches – im Gegenteil, es ist Selbstwahrnehmung.

Dass du trotzdem fast jede Woche unterwegs bist, finde ich richtig gut. Vielleicht liegt dein Sweet Spot einfach etwas tiefer: Rax, Voralpen, moderate Höhen, wo du dich sicher fühlst und die Freude überwiegt. Berge müssen kein Kampf sein.

Kurz gesagt: Du bist kein „hoffnungsloser Fall“, ganz im Gegenteil. Aber dein Körper scheint klare Grenzen zu setzen, vor allem bei Höhe + Alleinsein + Belastung. Wenn du die akzeptierst und dein Tempo sowie die Höhenlage anpasst, kannst du wahrscheinlich noch sehr lange und gut unterwegs sein.

Ich spreche aus Erfahrung, da ich auch öfters alleine unterwegs bin, aber mir zu zweit deutlich lieber ist. Die Dachstein-Region kenne ich übrigens auch sehr gut, weil ich dort regelmäßig auf Wanderurlaub bin. Ich campe immer beim Ertlschweigerhaus in Donnersbach.
 
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