Hi Tom!
In erster Linie geht es ja hier erst mal darum, was die Mindestvorraussetzungen für die AUSBILDUNG sind und dass ist nun mal der erweiterte Hauptschulabschluss +Berufsausbildung. Man kann ja auch nicht einfach ohne Hochschulreife an einer Uni studieren gehen mit dem Argument, dass man sich doch später eh selbstständig macht.
Nach welchen Kriterien, wenn du dein Examen irgendwann mal geschafft hast, dich Arbeitgeber für ihre ausgeschriebene Stelle auswählen, dass bleibt ihnen überlassen.
Natürlich kann man nun seit neustem sich sofort nach der Ausbildung selbstständig machen, die Frage ist nur, ob man es als Anfänger auch wirklich schafft sich zu etablieren, denn wenn du dein Examen in der Tasche hast, dann hast du gerade mal die Grundausbildung gemacht und bis auf deine Praktika kaum Arbeitserfahrung. Wichtig sind dann die ganzen Fortbildungen mit denen du dich spezialisierst und dich ständig auf dem Laufenden hälst. Das Examen geschafft zu haben bedeutet nicht nie wieder lernen zu müssen, nein man macht ständig Lehrgänge.
Und um sich selbstständig zu machen, evtl. auch eine eigene Praxis zu Gründen, dafür braucht man finanzielle Rücklagen, Erfahrung in der Berufswelt ( am Patienten sowie im ganzen Aktenkram), Durchhaltevermögen und einen gewissen Ruf. Diesen Weg zu gehen bedeutet oft sogar mehr Arbeit, es dauert ja bis du dir ein Fundament erarbeitet hast. Auch trägst du ja eh eine Verantwortung deinen Patienten, sowie dann auch, sofern du Leute einstellen kannst, deinen Mitarbeitern gegenüber.
Man sollte also mit der Unabhängikeit von einem Arbeitgeber also nicht "Lapaloma-Arbeit" verbinden, nach dem Motto "Juhuu, ich bin mein eigener Chef". Es ist vielmehr Verantwortung, Erfahrung, Durchhaltevermögen und mehr Stress. Das heißt nicht, dass man nicht die Chance nutzen sollte, jedoch bleibt die Frage, ob man das als Anfänger wirklich schon auf sich nehmen kann oder nicht vielmehr, wenn man ein paar Jahre im Beruf ist, diesen Weg einschlagen möchte.
Schöne Grüße
Tweety