Knick-Senkfüße: Was tun?

Knick-Senkfüße: Was tun?

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Knick-Senkfüße sind ein häufiges Problem, obwohl die Problematik oft völlig übersehen wird. Betroffene leiden unter teils heftigen Schmerzen, wissen aber kaum, was sie tun können. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, effektiv und sinnvoll gegenzusteuern. Was es mit dem Knick-Senkfuß auf sich hat und welche Behandlungsmethoden offen stehen, haben wir in diesem Beitrag etwas genauer beleuchtet.

Gerade weil Fußbeschwerden häufig schleichend beginnen und zunächst als harmlose Überlastung interpretiert werden, bleibt die eigentliche Ursache oft lange unentdeckt. Viele Menschen arrangieren sich mit Schmerzen beim Gehen, beim längeren Stehen oder nach sportlicher Belastung, ohne zu ahnen, dass eine strukturelle Fehlstellung des Fußes dahintersteckt. Dabei ist der Fuß das Fundament des gesamten Bewegungsapparates. Veränderungen an dieser Basis wirken sich nicht nur lokal aus, sondern können langfristig Knie, Hüfte und sogar die Wirbelsäule belasten.

Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema ist daher entscheidend. Wer Beschwerden ernst nimmt und gezielt hinschaut, kann in vielen Fällen verhindern, dass aus einem funktionellen Problem eine chronische Erkrankung wird. Neben ärztlicher Diagnostik und physiotherapeutischer Begleitung spielen auch alltagstaugliche Maßnahmen eine zentrale Rolle, etwa die Auswahl geeigneter Schuhe oder unterstützender Hilfsmittel.

Was ist ein Knick-Senkfuß?

Es handelt sich um die Fehlstellung des Fußes. Im Volksmund wird diese Fehlstellung auch als Plattfuß bezeichnet, da das Fußgewölbe eingefallen und abgesenkt ist. Beim Gehen knickt der Fuß nach innen ab. Der Knick-Senkfuß kann angeboren sein, doch oft bildet er sich auch im Laufe des Lebens aus. Dies passiert nicht zuletzt deshalb, weil wir uns fast nur noch auf versiegelten Böden bewegen. Unsere Füße sind jedoch eher darauf ausgelegt, auf leicht nachgebenden und organischen Böden zu laufen.

Biomechanisch betrachtet verliert der Fuß bei einem Knick-Senkfuß einen Teil seiner natürlichen Dämpfungs- und Stützfunktion. Das innere Längsgewölbe sackt ab, während der Rückfuß in eine Fehlachse gerät. Dadurch verändern sich Abrollverhalten und Lastverteilung, was wiederum Sehnen, Muskeln und Gelenke stärker beansprucht. Besonders betroffen ist häufig die sogenannte Tibialis-posterior-Sehne, die eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des Fußgewölbes spielt.

Hier einige Merkmale von Knick-Senkfüßen:

Fußabdruck: jeder kennt einen gewöhnlichen Fußabdruck. Bei einem Knick-Senkfuß drückt sich der Fuß auf der gesamten Fläche ab, zugleich gibt es nach innen eine Verstärkung des Abdrucks. Den Test, ob eine solche Fehlstellung vorliegt, kann also jeder leicht durchführen.

Symptome: im Rückfuß treten mit der Zeit Schmerzen auf, da die T-Sehne überlastet wird. Gerade am Innenknöchel bilden sich Schwellungen, das Gelenk kann auch eine Steifheit ausbilden. Im späteren Verlauf fällt es immer schwerer, sich auf die Zehenspitzen zu stellen, zugleich knickt der Fuß weg.

Zusätzlich berichten viele Betroffene über ein schnelles Ermüden der Füße, ein unsicheres Ganggefühl oder ziehende Schmerzen entlang der Innenseite des Unterschenkels. Diese Symptome werden häufig fehlinterpretiert oder anderen Ursachen zugeschrieben. Umso wichtiger ist es, bei wiederkehrenden oder zunehmenden Beschwerden eine gezielte Abklärung vorzunehmen.

Ist die Fehlstellung nicht angeboren, wird sie im Leben erworben. Das kann durch Überlastung, aber auch durch unpassende Schuhe, zu wenig Training und durch Verletzungen geschehen. Auch knöcherne Verwachsungen und Diabetes begünstigen die Problematik. Bei Schmerzen im Fuß ist es deshalb sinnvoll, die Problematik von einem Arzt abklären zu lassen. Dieser kann am Ende entscheiden, ob eine konservative Therapie infrage kommt oder doch der operative Ansatz sinnvoller ist.

Ein zentraler Baustein in der konservativen Versorgung ist die gezielte Unterstützung des Fußgewölbes im Alltag. Gerade in frühen Stadien kann dies helfen, Schmerzen zu reduzieren und eine weitere Verschlechterung zu verhindern. Passende Unterstützung lässt sich heute unkompliziert organisieren, etwa über spezialisierte Anbieter, bei denen sich Einlagen finden auf einlagen-online.com, abgestimmt auf unterschiedliche Ausprägungen von Knick-Senkfüßen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium des Knick-Senkfußes. Leider wird anfangs oft eine Fehldiagnose gestellt und eher auf Fersensporn oder Sprunggelenksproblematiken behandelt, sodass sich die Sehnenproblematik weiter ausweiten kann.

Letztendlich gibt es zwei Varianten der Behandlung:

Konservativ: zuerst wird der Fuß ruhiggestellt und zur Eindämmung der Entzündung ein Entzündungshemmer verabreicht. Im akuten Stadium wird zudem auf Einlagen zurückgegriffen, da diese den Fuß entlasten und ruhig stellen. Bei Bedarf lassen sich passende Einlagen finden auf einlagen-online.com. Dort existiert eine Kategorie-Suche, die alle Produkte für Knick-Senkfüße beinhaltet. Die Suche wird damit deutlich vereinfacht.

Operativ: erst ab dem zweiten Stadium und in Fällen, in denen die konservative Therapie keinen Nutzen zeigt, kommt die Operation zur Anwendung. Dabei wird die T-Sehne operiert.

Zugleich zeigen physiotherapeutische Anwendung gerade im Anfangsstadium eine gute unterstützende Wirkung. Das Ziel ist, den Fuß und das untere Bein zu stärken und mehr Muskelmasse aufzubauen, sodass die Sehne unterstützt wird und nicht allein die Last trägt.

Viele Übungen können Betroffene auch zu Hause sehr gut durchführen. Eine Übung beinhaltet beispielsweise eine kleine Faszienrolle, die auf dem Boden liegt und mit der gesamten Fußfläche über den Boden gerollt wird. Auch der Einbeinstand stärkt das Gleichgewicht und den Fuß.

Eine Übung ist perfekt für das Büro: Der Zehenspitzenstand. Im Sitzen werden dabei die Füße auf die Zehenspitzen gestellt und wiederholt abgesenkt. In der Vertiefung der Übung kann noch Druck mit den Händen auf den Knien ausgeübt werden. Der Zehenspitzenstand nimmt kaum Zeit in Anspruch und lässt sich so wunderbar in den Berufsalltag integrieren.

Ergänzend zur Therapie spielt auch das Schuhwerk eine entscheidende Rolle. Zu weiche, instabile oder stark abgetragene Schuhe können die Fehlstellung verstärken, während stabile, gut geführte Modelle den Therapieerfolg unterstützen. Eine Kombination aus geeignetem Schuh, individuell angepasster Einlage und regelmäßigem Training stellt in vielen Fällen die effektivste Strategie dar.

Bei Problemen auf mögliche Fehlstellungen hinweisen

Gerade der beginnende Senk-Knickfuß wird häufig übersehen. Betroffene sollten daher bei ihrem Arzt nachdrücklich anfragen, ob diese Fehlstellung vorliegt und ursächlich für ihre Probleme sein kann.

Unbehandelt und ohne konservative Therapie schreitet die Erkrankung voran, was letztendlich zu massiven Beschwerden und einem stark eingeschränkten Leben führen kann. Im letzten Stadium ist oft eine Operation notwendig, die mit einer konservativen Therapie im Frühstadium in sehr vielen Fällen verhindert werden kann.

Wer frühzeitig handelt, kann den Verlauf aktiv beeinflussen. Eine bewusste Wahrnehmung der eigenen Fußgesundheit, kombiniert mit fachlicher Beratung und konsequenter Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen, bietet die Chance, Mobilität und Lebensqualität langfristig zu erhalten. Gerade bei einem so grundlegenden Baustein wie dem Fuß lohnt es sich, nicht erst zu reagieren, wenn die Belastbarkeit bereits stark eingeschränkt ist.

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